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10. Januar 2018
"Frei wie ein Vogel" - Die Klasse 6a im Kunstforum


Von der Bildbetrachtung zum eigenen Bild - Die Klasse 6a verfolgt gespannt den Vortrag

Amaka aus der Klasse 6a berichtet:

Am Mittwoch, den 10.1.2018, sind die 6a und ich zum Kunstforum der Berliner Volksbank gegangen. Das ist ein Kunstmuseum. Da haben wir ein Workshop zum Thema "Kaltnadelradierung- Frei wie ein Vogel" besucht.


Das Papier wird vor dem Drucken eingeweicht, dann wird die Plastikscheibe auf das Papier gelegt und kommt durch die Druckpresse

Wir sollten zuerst einen Vogel und einen Käfig auf ein Blatt Papier malen, danach ritzten wir das Bild mit einer Nadel auf eine Plastikscheibe, welche wir auf das Papier gelegt hatten. Wenn man fertig war, musste man den Umfang der Plastikscheibe auf einem Aquarellpapier markieren. Dann sollte man das Papier einfeuchten und mit Aquarellfarben bemalen. Danach legte man das Blatt zum Trocknen.


Links: Das Motiv wird in die Plastikplatte geritzt - Mitte: Das Papier wird aquarelliert - Rechts: Die Druckplatte wird mit Druckfarbe eingerieben

In der Trockenzeit haben wir die Scheibe mit einem Stempelkissen mit schwarzen Druckfarbe betupft. Die Farbe, die nicht in die Ritzen gelangt ist, haben wir anschließend mit kreisförmigen Bewegungen abgewischt, so dass die Farbe nicht aus den Ritzen gerieben wurde. Das getrocknete Aquarellpapier haben wir dann mit der Plastikscheibe zusammen auf eine Druckpresse gelegt und das Ganze mit Hilfe des Drehrades durch die Presse gedreht. Die Farbe wurde so auf das Aquarellpapier gedruckt und es ergab ein schönes Bild. Mir hat der Ausflug sehr gut gefallen.


Einige der von Schülern erstellten wunderschönen Drucke

Bericht: Amaka (Klasse 6a) - Fotografien: Herr Krienke

10. Januar 2018
Die Klasse 3a auf dem Eis

Die Klasse 3b vor der Eissporthalle

Anton aus der Klasse 3a berichtet:
Heute, am 10.1.2018, war ich mit meiner Klasse in der Eissporthalle und wir sind dort Schlittschuh gefahren. Ich bin zwanzig Mal hingefallen. Aber ich habe mich immer wieder aufgerappelt.


Eine rutschige Angelegenheit

Milena aus der Klasse 3a berichtet:
Heute war ich mit der Klasse 3a Schlittschuh fahren. Wir waren in der Eissporthalle. Elif und ich haben ein Wettrennen gemacht. Ich hatte selbst Schlittschuhe mit. Ich habe auch mal Pausen gemacht. Wir waren mit zwei anderen Klassen da. Es hat großen Spaß gemacht.


Auf allen Vieren oder mit Unterstützung durch einen Freund: Auf das Eis haben es dann alle geschafft

Bericht: Milena und Anton (Klasse 3a) - Fotografien: Frau Jacob

12. Januar 2018
Die Klasse 1/2e zieht Kerzen bei "Feuer und Flamme" im Prenzlauer Berg

Die Kinder ziehen ihre Kerzen, dabei haben sie eine große Farbauswahl

Lesen Sie, was die Kinder berichten:

Mihail:
Wir waren Kerzen ziehen. Wir haben uns zuerst in eine Reihe gestellt damit wir uns ein Holzbrett holen mit einem Holzstiel. Am Stiel war ein Haken. Aufs Brett haben wir einen Faden gelegt und haben dann den Faden in das flüssige Wachs rein getupft. Und 12 Mal haben wir das gemacht aber insgesamt waren es 72 Mal. In der Pause haben wir gefrühstückt. Danach sind wir zurück zur Schule gegangen. Am nächsten Tag waren die Kerzen fertig. Es war toll.

Ela: 
Wir haben Kerzen gemacht und ich habe sie rot gemacht und wir haben 4 Kerzen gemacht.

Malika:
Wir waren bei Feuer uns Flamme und haben Kerzen gezogen und sie waren bunt. Sie waren sehr schön. Frau Mann hat gezeigt wie es geht. Es war schön.

Ylva:
Wir haben Kerzen gezogen. Ich habe zwei blaue Kerzen gemacht. Und ich habe zwei Rosa Kerzen gemacht. Jeder hat also insgesamt vier Kerzen gemacht. Es war super, super, super, super, super, super, super toll.

Maya:
Wir waren in Prenzlauerberg. Dort waren wir Kerzen ziehen. Das hat Spaß gemacht. Jelena und ich haben genau die gleichen Kerzen gemacht. Das war sehr, sehr, sehr, sehr, sehr toll. Wir mussten dann immer abwechselnd die Kerzen machen. Das war super, super toll.

Tuana:
Ich war mit meiner Klasse beim Kerzen ziehen. Ich hatte orange und blau. Die Kinder in meiner Klasse und ich durften das nicht Papa und Mama und Oma und Opa und Bruder und Schwester sagen. Es war toll.


Viele schöne und bunte Kerzen - Die Ergebnisse können sich sehen lassen

Bericht: Mihail, Ela, Malika, Yvla, Maya und Tuana aus der Klasse 1/2e - Fotografien: Frau Winter


09. Januar 2018

Zehn Minuten Tiefschlaf:
Unsere Fußball-Mädchen verspielen den Einzug in die 3. Drumbo-Cup-Runde


Links: Kapitänin Yasmin teilt ihre Mitspielerinnen für ein Trainings-Match ein... - Rechts: und läuft zielstrebig zum Anstoß!

Trotz extrem starker Gegner waren unsere Fußball-Mädchen am heutigen Montag drauf und dran, zum ersten Mal seit dem Schuljahr 2012/2013 in die 3. Drumbo-Cup-Runde einzuziehen und damit zu den 16 besten Schulteams Berlins zu gehören. Doch zehn Minuten Tiefschlaf im dritten Spiel bedeuteten anstelle eines fest eingeplanten Pflichtsiegs eine 0:3-Pleite, die alle Hoffnungen auf ein Weiterkommen zunichte machte.

Nun muss zunächst erwähnt werden, dass schon vor Turnierbeginn die Chancen auf ein Weiterkommen außerordentlich schlecht standen, denn die Turnierorganisatorinnen hatten unseren Fußball-Mädchen erneut eine viel zu schwierige Gruppe zugewiesen. Bereits in der 1. Runde musste unser Team gegen Berlins führende Mädchen-Schulmannschaft, die Käthe-Kollwitz-Grundschule, antreten und mit der Stechlinsee-Grundschule den Vorjahresvierten aus dem Turnier werfen. Nun traf man auf den letztjährigen Achtplatzierten, die Charlotte-Salomon-Grundschule, und den amtierenden Drumbo-Cup-Sieger, Berliner Feld- und Deutschen Vizemeister, die Schule am Falkplatz. Damit sollte unsere Schule in den ersten beiden Runden gegen vier der acht besten Teams des Vorjahrs antreten – eine offensichtliche Benachteiligung unserer Fußball-Mädchen, wenn man bedenkt, dass weit über 100 Schulen am Drumbo-Cup teilnehmen! Eine Beschwerde von Trainer Herr Kohler blieb leider erfolglos, sodass unserer Mannschaft heute nichts anderes übrig blieb, als wieder einmal in einer Todesgruppe das fast Unmögliche gegen die Vielzahl von Vereins- und Stützpunktspielerinnen zu versuchen, die der Schule am Falkplatz und der Charlotte-Salomon-Grundschule zur Verfügung stehen.


Links: Dunia will letzte Unklarheiten beseitigen... - Rechts: und wartet danach gemeinsam mit Sadiye, Hajrija und Erva auf den Anpfiff

Neben den beiden bereits genannten Schulen waren noch die befreundete Comenius-Grundschule, mit der sich unsere AG regelmäßig zu Testspielen verabredet, und die Grundschule an der Wuhlheide in der Gruppe. Zunächst trafen unsere Mädchen auf die Comenius-Grundschule. Nach einem ausgeglichenen Beginn übernahm unsere Mannschaft mit Erva (5a) im Tor, Sadiye (5a) in der Abwehr, Dunia (6a) im Mittelfeld sowie Sham (5b) und Kapitänin Yasmin (5a) im Sturm immer mehr die Kontrolle, bis sie das Spiel total dominierte. Zwangsläufig fielen durch Sham und Yasmin zwei schön herausgespielte Tore. Die Führung hätte auch deutlich höher ausfallen können, doch Dunia übertrieb es phasenweise mit den Fernschüssen, anstatt wie bei Yasmins Treffer zum 2:0 die Stürmerinnen mit klugen Pässen in Szene zu setzen. Angesichts der klaren Überlegenheit konnte auch noch gewechselt werden: Isabella (5a), die für ihre erkrankte Klassenkameradin Meryem im Kader stand, kam in der Abwehr zu ihrem Saisondebüt. Für weitere Einsätze konnte sie sich allerdings nicht empfehlen, denn mit einem haarsträubenden Fehlpass hätte sie der Comenius-Grundschule beinahe noch den Anschlusstreffer ermöglicht. Insgesamt konnten die Mädchen mit diesem Auftakt in das Turnier aber hochzufrieden sein.


Links: Endlich geht es los... - Rechts: und schnell fällt ein Tor, denn nun hat die andere Mannschaft Anstoß!

Eine ungleich schwierigere Aufgabe stand unseren Spielerinnen in der zweiten Begegnung bevor: Mit der Charlotte-Salomon-Grundschule wartete ein Kontrahent, der zuletzt die Hallenturnier-Endrunde von „Integration durch Sport“ gewonnen und dabei auch unsere Fußball-Mädchen mit 3:0 abgefertigt hatte. Heute wollten unsere Akteurinnen von Anfang an viel präsenter in den Zweikämpfen sein, doch die guten Vorsätzen waren nach einer Minute bereits Makulatur: Sadiye klärte in der Abwehr einen Ball nicht energisch genug, sodass der Gegner schnell mit 1:0 in Führung ging. Aber diesmal steckten unsere Fußball-Mädchen nicht auf, hielten gut dagegen und nutzten die vorher ausgemachten Schwachstellen in der gegnerischen Defensive: Dunia schickte nach einer Balleroberung im Zentrum Sham steil, die völlig unbedrängt auf die Torhüterin zulaufen konnte und souverän zum Ausgleich traf. Danach hielten unsere Spielerinnen lange dem Druck des Gegners stand, ehe dieser durch passives Abwehrverhalten begünstigt erneut in Führung ging. Das Duell war bereits auf die Zielgerade eingebogen, als ausgerechnet die stärkste gegnerische Spielerin den Ball Yasmin direkt in den Lauf spielte. Diese ließ sich die unvermittelte Gelegenheit nicht entgehen, schaute die in die Ecke springende Torhüterin aus und traf überlegt mit einem Hochschuss in die Mitte!


Links: Dunia und Hajrija diskutieren die weitere Abwehrstrategie - Rechts: Erva zeigt, dass auch Torhüterinnen ballgewandt sein können!

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Nach diesem unerwarteten und sehr erfreulichen Punktgewinn gegen eine Mannschaft, der unsere Fußball-Mädchen vor wenigen Wochen noch hoffnunglos unterlegen waren, standen die Chancen auf ein Weiterkommen ausgesprochen günstig. Der nächste Gegner war die Grundschule an der Wuhlheide, die nach zwei äußerst schwachen Vorstellungen noch ohne Punkte, dafür aber mit bereits neun Gegentoren dastand. Die Zeichen standen also auf Pflichtsieg, doch mit einem unerklärlichen Leistungseinbruch verspielten unsere Fußball-Mädchen in zehn Minuten alles, was sie sich in den ersten beiden Spielen aufgebaut hatten. Ohne jede Laufbereitschaft, zaghaft und unbeholfen in den Zweikämpfen ließen sie die entschlossenen Angriffsbemühungen des Gegners über sich ergehen, versiebten eigene Chancen auf klägliche Art und Weise und kassierten so eine vollkommen überflüssige 0:3-Niederlage.


Links: Sham im Zweikampf mit Dunia... - Rechts: deren Klärungsversuch für Erheiterung bei unserer Goalgetterin sorgt!

Damit war von der einst glänzenden Ausgangsposition nichts mehr übrig, zumal die Schule am Falkplatz als letzter Gegner wartete. Mit veränderter Taktik versuchte Herr Kohler, das fast Unmögliche, einen Sieg gegen den Deutschen Vizemeister, zu erreichen: Hajrija (6b) kam nun in der Abwehr zum Einsatz, dafür rückte Sadiye zu Dunia ins Mittelfeld und Sham fungierte nun als alleinige Spitze. Mit dieser Rautenformation sollten die Angriffswellen des Gegners bereits weit vor dem eigenen Strafraum gebrochen werden. Dies klappte auch, denn offensichtlich hatten unsere Fußball-Mädchen ihre Tiefschlafphase überwunden und spielten nun wieder viel energischer. Sadiye genoss sichtlich ihre neue Rolle im Mittelfeld und Hajrija überzeugte wie schon bei ihrem Einsatz bei der Hallenturnier-Endrunde mit ihrer Geschwindigkeit und griffigen Zweikampfführung. Ein solch überragender Gegner ist jedoch nie ganz zu stoppen und so mussten unsere Spielerinnen trotz kämpferisch überzeugender Leistung das 0:1 hinnehmen. Daraufhin wurde mit Hiloa (5b) auch noch unsere Ersatztorhüterin eingewechselt. Diese konnte kurz darauf den Ausgleichstreffer bejubeln, den Goalgetterin Sham auf unnachahmliche Weise erkämpft hatte. Leider gelang es nicht, den Siegtreffer zu erzielen, durch den man noch theoretische Chancen auf das Weiterkommen gehabt hätte. Stattdessen erzielte der Gegner das 2:1, nachdem Sadiye auf der Torauslinie übermotiviert der zugriffsbereiten Hiloa den Ball weggespitzelt und der besten gegnerischen Spielerin direkt vor die Füße gespielt hatte.


Links: Isabella, die heute ihr Saisondebüt feierte, gönnt sich eine kurze Pause...
Rechts: während Sadiye und Erva munter weiterspielen

Schlussendlich hätte jedoch auch ein Sieg gegen die Schule am Falkplatz nicht gereicht, da die Charlotte-Salomon-Grundschule ihr letztes Spiel gegen die Comenius-Grundschule klar gewann und damit bei etwaiger Punktgleichheit das bessere Torverhältnis gehabt hätte. Verspielt haben unsere Fußball-Mädchen den Einzug in die 3. Runde aber nicht gegen den Deutschen Vizemeister, gegen den man wie gegen die ebenfalls hochgehandelte Charlotte-Salomon-Grundschule sehr gut mithalten konnte, sondern gegen eine Mannschaft, die zuvor zweimal klar verloren hatte. Ein Einzug in die 3. Runde war in dieser extrem schwierigen Gruppe sicherlich kein Muss, doch nach der tollen Ausgangslage nach den ersten beiden Spielen war das Ausscheiden als Viertplatzierter am Ende eine herbe Enttäuschung. Leider gelang es unseren Fußball-Mädchen nicht, ihr Talent und ihre Leistungsfähigkeit in allen vier Spielen zu zeigen – das wäre aber heute nötig gewesen, um in diesem sehr starken Teilnehmerfeld zu den besten Zwei zu gehören.


Links: Unsere Spielerinnen bei der obligatorischen Passkontrolle - Rechts: Hiloa und Sham unterhalten sich angeregt

Somit ist die Hallensaison für unsere Schulmannschaft beendet. Mit zwei Turniersiegen und dem 3. Platz bei der Hallenturnier-Endrunde war diese insgesamt betrachtet sehr erfolgreich. Am 24. Januar werden unsere Dritt- und Viertklässlerinnen den Hallen-Winter mit einem Turnier in der Vineta-Grundschule beschließen – und dann startet auch schon die Vorbereitung auf die Soccer-Zeit: Auch in diesem Jahr wird die Eröffnungsveranstaltung der Mädchen-Soccer-Serie in unserer Aula stattfinden. Am 24. April wird zudem wieder ein Vorrundenturnier der Mädchen-Soccer-Serie auf unserem Schulhof ausgerichtet werden und weitere Soccerturniere für die jüngeren Fußball-Mädchen sind bereits in Planung!


Links: Kapitänin Yasmin vor dem Turnierbeginn verhalten optimistisch...
Rechts: und ehrlich bedient nach dem Ausscheiden bei der Siegerehrung

Bericht und Fotografien: Herr Kohler

21. Dezember 2017
Bildung und Besinnlichkeit zum Jahresausklang für die 5a!

Zuerst Bildung, dann Besinnlichkeit: Die Klasse im Museum Berggruen und auf dem Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt

Auf ein tolles Jahr, das eine Klassenfahrt, eine Übernachtung in der Schule und viele weitere Höhepunkte bereit hielt, kann die Klasse 5a zurückblicken. Dies fand heute seinen würdigen Abschluss: Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien setzten die Fünftklässler ihre Reise durch die Kunstgeschichte fort und ließen das erfolgreiche Jahr auf dem Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt besinnlich ausklingen.


Links: Aida ist sich sicher: So wie Picassos Freundin in dieser kubistischen Skulptur würde sie lieber nicht dargestellt werden
Rechts: Auch Dora Maar wurde von Picasso eigenwillig verewigt - Yasmin versucht, die verrenkte Fingerhaltung nachzuempfinden

Das Jahr 2017 stand für die Kinder der 5a auch im Zeichen zahlreicher Museumsbesuche. Um den Schülern den Zugang zu ihrem neuen Hauptfach Gesellschaftswissenschaften zu erleichtern, führte ihr Klassenlehrer Herr Kohler sie beispielsweise zweimal in das Neue Museum, wo sie Werkzeuge der Altsteinzeit im wahrsten Sinne des Wortes begreifen durften und beim zweiten Besuch das Schreiben in ägyptischen Hieroglyphen lernten. Bei Ausflügen in die Kunstgeschichte erschlossen sie sich selbständig die Ausstellung „Surreale Sachlichkeit“ in der Sammlung Scharf-Gerstenberg, verglichen europäische und afrikanische Kunstwerke im Bode-Museum und befassten sich intensiv mit verschiedenen Kunstepochen, zuletzt mit dem Impressionismus und dem Expressionismus.


Links: Kunstlehrer Herr Post wird ebenfalls aktiv - Rechts: Mert hat die passende Haltung zum Knicken und Zeichnen gefunden

Man könnte meinen, dass die Kinder nach so vielen Museumsbesuchen langsam genug von Museen hätten, doch weit gefehlt: Im Klassenrat entschieden sich die Schüler mit beeindruckender Mehrheit, als Faschingsaktivität nicht etwa ins Kino oder zum Bowling zu gehen, sondern das Mach-Mit-Museum zu besuchen! So lag es nahe, auch den Ausflug zum Jahresabschluss mit einem Museumsgang zu beginnen. Im Museum Berggruen erwartete die Kinder mit Frau Ott-Seelow erneut jene herausragende Museumspädagogin, die die Kinder bereits in der 3. Klasse mit dem Surrealismus, in der 4. Klasse mit Henri Matisse' Scherenschnitten und vor einigen Wochen mit den expressionistischen Werken der Brücke-Künstler vertraut gemacht hatte. Entsprechend groß war die Wiedersehensfreude auf beiden Seiten!


Links: Ihrem Klassenlehrer weit voraus: Während Herr Kohler noch von unten Fotos macht, ist die Klasse schon oben vor dem Atelier angekommen!
Rechts: Das erste Auge seines kubistischen Portraits hat Martin bereits gefunden und gefärbt

Beim heutigen Workshop stand der vielleicht berühmteste Künstler überhaupt im Mittelpunkt: Pablo Picasso. Das Museum Berggruen kann eine Vielzahl an Werken aus allen Schaffensphasen präsentieren, und so untersuchten die Kinder zunächst Bilder aus der blauen und aus der rosa Periode. Anschließend wandten sich die Schüler aber dem Schwerpunkt des Workshops zu, Picassos kubistischen Portraits.

Aufmerksam und hochmotiviert machten die erfahrenen Museumsgänger viele wichtige Entdeckungen: Sie bemerkten zum Beispiel, dass die Gesichtszüge aus einzelnen geometrischen Formen wie bei einem Puzzle zusammengesetzt wurden, und stellten fest, dass viele Portraits so wirken, als ob sie gleichzeitig aus verschiedenen Perspektiven gezeichnet wurden. Damit brach Picasso radikal mit den Sehgewohnheiten seiner Mitmenschen, und schön im klassischen Sinne sind viele seiner Werke vielleicht nicht – dafür aber umso interessanter!

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Links: Emily ist völlig in ihre Arbeit vertieft, während Sadiye und Aida noch Zeit für einen Blick in die Kamera haben
Rechts: Augen und Mund sind schon gezeichnet, doch auf Isabella wartet noch eine Menge Arbeit!

Die Kinder ließen sich jedenfalls erfreulich unvoreingenommen auf Picassos kubistische Portraits ein und zeigten sich wieder einmal von ihrer besten Seite – ein Schauspiel, das offensichtlich auch das Sicherheitspersonal des Museums faszinierte: Ganz angetan vom Lerneifer der Kinder, standen auf einmal vier Museumswärter an den Türen und beobachteten begeistert, wie Frau Ott-Seelow bei so vielen Meldungen gar nicht mehr wusste, wen sie zuerst aufrufen sollte!

Auf diesen gelungenen theoretischen Teil folgte dann der praktische Part des Workshops. Zunächst erhielt jedes Kind ein dickes Blatt Zeichenpapier – und den ungewöhnlichen Auftrag, dieses sogleich nach dem Zufallsprinzip zu zerknicken! Nachdem das Blatt wieder aufgefaltet worden war, sollten die Fünftklässler die entstandenen Faltlinien nachzeichnen und anschließend noch einige halbrunde Formen anbringen.


Meltem (Bild links) vertraut auf helle Farben, während Ramin (rechts) auf Kontraste setzt

Daraufhin ging es auf die andere Straßenseite ins Atelier der Sammlung Scharf-Gerstenberg. Dort sollten die Schüler ihr Faltwerk genau betrachten und sich überlegen, ob und wo sie darin ein Gesicht erkennen können. Wie bei Picassos Portraits mussten natürlich auch hier die Augen nicht auf einer Ebene sein. Während einige Kinder sofort zwei Augen entdeckten, mussten andere etwas länger suchen. Schließlich wurden aber alle fündig und machten sich an die Arbeit, mit Ölwachskreide oder Tusche ihr Portrait mit Farbe zu füllen.


Links: Frau Ott-Seelow lässt Ervas Kunstwerk auf sich wirken
Rechts: In den letzten Zügen: Marius ist kurz vor der Fertigstellung seines eindrucksvollen Portraits

Dieser Aufgabe widmeten sich die Kinder mit großer Hingabe, sodass faszinierende und sehr individuelle Werke entstanden, die auch bei Kunstlehrer Herr Post für Begeisterung sorgten! Am Schluss wurden die vielfältigen Produkte an einer Wand angebracht, um gemeinsam betrachtet und gewürdigt zu werden. Frau Ott-Seelow war voll des Lobes ob der entstandenen Portraits und Herr Kohler freute sich schon darauf, den Klassenraum mit den neuen Meisterstücken zu schmücken!


Die farbenprächtigen und individuellen Werke werden an der Wand angebracht und dann gemeinsam betrachtet und gewürdigt

Nach dem Museumsbesuch ging es natürlich nicht gleich zurück zur Schule, sondern zum besinnlichen Teil des Jahresausklangs, zum Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt. Bereits im letzten Schuljahr sollte dieser besonders schöne Markt zum Jahresabschluss besucht werden, doch weil der Ausflug einen Tag nach dem Anschlag am Breitscheidplatz stattgefunden hatte, war der Weihnachtsmarkt damals geschlossen. Die hungrigen Kinder waren daraufhin auf den Food Court in der Mall of Berlin ausgewichen – eine Lösung, die auch heute einigen Kindern durchaus gefallen hätte. Aber dieses Jahr kam zum Glück nichts dazwischen, sodass die Klasse mit einem Jahr Verspätung doch noch den festlich geschmückten Gendarmenmarkt betreten konnte.


Die Kinder werden auf dem Weihnachtsmarkt von Engeln auf Stelzen und Blechbläsern unterhalten

In Dreier- und Vierergruppen aufgeteilt, erkundeten die Kinder selbständig die Stände, erstanden weihnachtlichen Schmuck und kosteten die zahlreichen Leckereien wie Rahmbrot, Raclette und Baumkuchen. Nach eineinhalb Stunden trafen sich satte und glückliche Fünftklässler vor der großen Bühne wieder, präsentierten sich gegenseitig ihre Neuerwerbungen und genossen das Konzert der Blechbläser. Dann machte sich die Klasse auf den Rückweg zur Schule – und freut sich nach einem großartigen Jahr 2017 auf ein hoffentlich ebenso schönes neues Jahr 2018!


Sichtlich zufrieden und gestärkt mit allerlei Leckereien zeigen sich die Kinder auf dem Weihnachtsmarkt

Bericht und Fotografien: Herr Kohler

20. Dezember 2017
"Tore, Tore, Tore!

Die Teams der 3. und 4. Klassen vor dem Turnierstart

Pünktlich um 9.00 Uhr ging es los in der Sömmering-Halle in Charlottenburg! Unser großes Winter - Fußballturnier begann - zunächst am Montag für die 5. und 6. Klassen. Jede Klasse hatte eine Mädchen- und eine Jungenmannschaft zusammen gestellt.
Dazu: die "Black Stars", eine Überraschungsmannschft aus drei Spielern aus den 4. Klassen, Fußballtrainer Julian Damitz und Senior Tom Henry, der souverän spielte, jedoch einige Unsicherheiten im Tor erkennen ließ.
Wir sahen sehr intensive, faire und schnelle Spiele, Tore fielen auf beiden Seiten,spannend blieb es bis zum Schluss!
Am Ende zählten die Punkte und die Tore: den ersten Platz bei den Jungen gewann das Team der 5a, bei den Mädchen überzeugte das Team der 6a!
Spielerin des Turniers wurde Dunia (6a), bei den Jungs war es Arda (5a).
Wir hoffen auf ein neues Turnier 2018!"
Tom Henry


Links: Die Klasse 5a gewann das Turnier der 5. und 6. Klassen
Rechts: Die Trainer der Jungenfußball-AG Herr Damitz und Herr Greve erläutern den Spielern den Ablauf des Turniers

Links: Die Spieler in Aktion - Rechts: Der Ball ist im Tor, der Torwart am Boden

 

Unsere Nachwuchsreporter aus der 5a berichten
vom Weihnachtsturnier der 3. und 4. Klassen!


Unsere Nachwuchsreporter bei der Arbeit

Nachdem sie gestern beim Weihnachtsturnier der 5. und 6. Klassen selbst aktiv und erfolgreich waren, schlüpften die Kinder aus der 5a heute in die Rolle von Sportjournalisten: Jeder Schüler bekam eine Mannschaft zugeteilt und sollte über deren Abschneiden beim Turnier berichten. Hier sind die Artikel unserer Nachwuchsreporter.

Lesen Sie hier die Berichte unserer Nachwuchsreporter:

Bericht: Nachwuchsreporter der Klasse 5a, Tom Henry - Fotografien: Herr Kohler und Herr Post


19. Dezember 2017

Erstmals unter den besten drei: Unsere Fußball-Mädchen landen beim Turnier der Siegerinnen auf dem Bronze-Rang!

Erstmals können unsere Fußball-Mädchen bei einem Endrundenturnier eine Medaille präsentieren!

Mit bereits drei Turniersiegen sind unsere Fußball-Mädchen in diesem Schuljahr so erfolgreich wie noch nie. Auch bei der heutigen Hallenturnier-Endrunde, dem Turnier der Siegerinnen, konnten sie eine neue Bestmarke aufstellen: Erstmals schafften sie es in die Medaillen-Ränge und landeten auf einem sehr guten 3. Platz!

Die Hallenturnier-Endrunde der Initiative „Integration durch Sport“ gehört zu den herausforderndsten Wettbewerben für unsere Fußball-Mädchen: Zunächst einmal muss ein Hallenturnier gewonnen werden oder zumindest der 2. Platz belegt werden, um sich überhaupt für die Endrunde zu qualifzieren. Dort trifft man dann ausschließlich auf andere Sieger oder Zweitplatzierte. Die Konkurrenz ist also enorm stark und die Leistungsdichte hoch: Auch bei sehr guten Leistungen kann es passieren, dass man das Turnier als Schlusslicht verlässt.

Links: Bisweilen zu zaghaft, aber insgesamt sehr ordentlich spielte Meryem - Rechts: Im Spiel gegen die Charlotte-Salomon-Grundschule erfasste Dunia Situationen manchmal zu spät - ansonsten überzeugte sie erneut als Taktgeberin im Mittelfeld

Selbiges widerfuhr unseren Fußball-Mädchen bei der ersten Qualifikation im Schuljahr 2014/15: Mit zwei torlosen Unentschieden und einer 0:1-Niederlage landete man auf dem letzten Platz, obwohl man gut mitgehalten hatte. Zwei Jahre später beim nächsten Versuch warfen unsere Mädchen den Titelverteidiger aus dem Turnier und erreichten das Halbfinale, mussten sich am Ende aber mit dem 4. Platz begnügen. In diesem Jahr erhoffte sich Trainer Herr Kohler nach dem Turniersieg beim Hallenturnier in Hellersdorf, dem Einzug in die 2. Drumbo-Cup-Runde und dem Titelgewinn beim Sepp-Herberger-Tag durchaus mehr!

Insgesamt fünf Mannschaften waren in der Halle der Möwensee-Grundschule in Mitte am Start. Neben dem spielstarken Gastgeber waren dies ausschließlich Mannschaften, die seit Jahren auf hohem Niveau bei solchen Turnieren dabei sind: die Charlotte-Salomon-Grundschule aus Kreuzberg, die Charlie-Chaplin-Grundschule aus Reinickendorf und die Friedrichsfelder Grundschule aus Lichtenberg.


Links: Hajrija machte mit einer zupackenden Abwehrleistung auf sich aufmerksam
Rechts: Sham erwies sich auch beim Endrundenturnier als unsere zuverlässigste Torschützin

Zunächst trafen unsere Spielerinnen auf die Charlie-Chaplin-Grundschule, mit der sie sich in den letzten Jahren schon oft spannende Duelle geliefert hatten. Auf seine überragende Spielerin musste der Gegner heute verletzungsbedingt verzichten, doch dies machte die Aufgabe nicht unbedingt einfacher: War der Schlüssel zum Erfolg bislang, die gegnerische Dribbelkünstlerin durch Manndeckung aus dem Spiel zu nehmen, wusste man nun nicht, worauf man bei den übrigen Spielerinnen besonders achten sollte. In so einer Situation ist es am sinnvollsten, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren und zu versuchen, diese auszuspielen. Das gelang unserem Team mit Erva (5a) im Tor, Meryem und Sadiye (beide ebenfalls 5a) in der Abwehr, Dunia (6a) im Mittelfeld sowie Sham (5b) und Kapitänin Yasmin (5a) im Sturm zunächst auch sehr gut. Unsere Fußball-Mädchen ergriffen die Initiative, setzten den Gegner frühzeitig unter Druck und erspielten sich gute Chancen. Nach tollem Zuspiel von Dunia brachte Sham unsere Auswahl fast zwangsläufig in Führung!


Links: Abwehrspielerin Sadiye spielte sehr engagiert, zeigte aber bisweilen zu viel Offensivdrang
Rechts: Emily zeigte sich nach ihrer Einwechslung hochmotiviert, muss aber noch torgefährlicher werden

Auch im Anschluss blieb unser Team tonangebend und Sham hätte nach einer herausragenden Vorlage von Yasmin eigentlich das 2:0 erzielen müssen. Danach allerdings gingen die Kontrolle und die taktische Ordnung verloren: Sadiye verließ immer wieder ihre Verteidiger-Position, um sich in die Angriffe einzuschalten, weswegen sich Dunia in die Abwehr zurückfallen lassen musste. Dadurch fehlte nun der Zugriff im Mittelfeld. Unsere Spielerinnen wurden immer passiver und agierten in der Defensive zaghaft und unentschlossen. Die logische Folge: Der eigentlich klar unterlegene Gegner kam zum Ausgleich, nachdem die Abwehrspielerinnen mehrere Gelegenheiten zur Klärung der Situation ungenutzt gelassen hatten! Überrascht davon, den sicher geglaubten Sieg aus der Hand gegeben zu haben, gelang es unseren Fußball-Mädchen danach nicht mehr, zwingende Torchancen zu erspielen. Somit blieb es bei einem enttäuschenden 1:1.

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Ersatztorhüterin Hiloa kam ab dem dritten Spiel für Stammkraft Erva zum Zug,
weil diese zwar auf der Linie brillierte, aber bei den Abwürfen patzte

Der nächste, ebenfalls wohlbekannte Gegner, die Charlotte-Salomon-Grundschule, lief mit mehreren Vereinsspielerinnen von Türkiyemspor auf, während keines unserer Fußball-Mädchen in einem Verein aktiv ist. Gegen solche Kontrahenten kann unsere Mannschaft deshalb auch nur erfolgreich sein, wenn alle Spielerinnen ihre Leistungsgrenze erreichen. Nach Anpfiff sah es zunächst aus, als ob das gelingen könnte. Vor allem Yasmin beschäftigte mit engagierten Dribbling-Versuchen die gegnerische Hintermannschaft. Dann allerdings wurden unsere Fußball-Mädchen von Minute zu Minute schlechter: Den Gegenspielerinnen wurde Platz zum Kombinieren gelassen, Zweikämpfe wurden mit Samthandschuhen bestritten und kritische Situationen viel zu spät erkannt. Ein starker Gegner kann solche Schwächephasen natürlich gnadenlos ausnutzen und folglich konnte sich die Charlotte-Salomon-Grundschule über einen klaren 3:0-Sieg freuen.


Links: Nach tollen Leistungen bei den ersten beiden Hallenturnieren befindet sich Kapitänin Yasmin momentan in einer Formkrise
Rechts: Sadiye im Austausch mit ihren Mitspielerinnen

Genauso schwach und halbherzig präsentierte sich unser Team gegen die Gastgeber von der Möwensee-Grundschule. Dennoch war das Spiel lange Zeit offen, ehe Erva wie schon im vorangegangen Spiel einen Abwurf viel zu kurz ausführte und der gegnerischen Stürmerin direkt vor die Füße warf. Diese ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und erzielte das 0:1. Zwar wurde Erva in dieser Situation auch von ihren Mitspielerinnen im Stich gelassen, weil sich diese eher versteckt denn als Anspielstation angeboten hatten. Dennoch war das natürlich ein klarer Torwartfehler. Um weitere Einladungen an den Gegner zu verhindern, musste Trainer Herr Kohler reagieren: Er wechselte Hiloa (5b) für Erva ein, die auf der Linie und beim Herauslaufen zwar nicht Ervas Qualität erreicht, dafür aber bedeutend weiter werfen kann. Außerdem kam Emily (5a) für Yasmin zum Einsatz, weil unsere Kapitänin nach gutem Turnierstart immer schwächer wurde und sich nach nunmehr sieben torlosen Spielen tief in eine Formkrise hineinmanövrierte. Außerdem wurde Meryem durch Hajrija (6b) ersetzt. Nach dieser Wechselorgie spielten unsere Fußball-Mädchen mit der zweiten Reihe besser als vorher, auch wenn der Ausgleich nicht mehr gelang.


Links: Emily, Hiloa und Dunia amüsieren sich beim Aufwärmprogramm
Rechts: Yasmin, Meryem, Emily und Erva üben sich in Klimmzügen

Hajrija, die sich nach ihrer Einwechslung sehr zupackend und griffig in den Zweikämpfen präsentiert hatte, durfte nach dieser guten Leistung auch in der abschließenden Begegnung mit der Friedrichsfelder Grundschule von Beginn an auflaufen. Jener Gegner war beim Hallenturnier in Hellersdorf hinter unserer Auswahl auf dem zweiten Platz gelandet. Weil Yasmin eine schöpferische Pause benötigte und Emily zwar großen Einsatz gezeigt, aber keine Torgefahr ausgestrahlt hatte, startete nun Meryem neben Sham im Sturm. Die Torwartposition bekleidete erneut Hiloa. Das Spiel entwickelte sich dann ähnlich wie jenes beim Vorrundenturnier, das 1:0 gewonnen werden konnte: Gegen die körperlich unterlegenen Lichtenbergerinnen agierten unsere Spielerinnen entschlossen und einsatzfreudig und ließen die mit Abstand gefährlichste Gegnerin nicht zur Entfaltung kommen. Sham erzwang schließlich mit einer schönen Einzelleistung den verdienten Siegtreffer.


Emily beobachtet zunächst die turnerischen Anstrengungen von Meryem, dann wird sie zusammen mit Erva selbst aktiv

Damit nahm das Turnier für unsere Fußball-Mädchen einen versöhnlichen Abschluss – groß war die Freude, als sie bei der Siegerehrung die Bronze-Medaillen überreicht bekamen! Der 3. Platz ist die beste Platzierung, die unsere Mädchenfußball-AG bislang bei einer Hallenturnier-Endrunde erreichen konnte. Eigentlich ein Grund zur Freude auch für den Trainer, doch nach den vielen Erfolgen in diesem Schuljahr sind die Ansprüche gestiegen – und so war Herr Kohler zwar mit der Platzierung sehr zufrieden, mit der Leistung jedoch nur bedingt. Richtig gut waren nur der Beginn des ersten Spiels und das letzte Duell, während vor allem in der zweiten und dritten Begegnung viele Spielerinnen ihre Möglichkeiten nicht ausschöpften. Somit blieb als Erkenntnis: Unsere Fußball-Mädchen sind in diesem Schuljahr weiterhin sehr erfolgreich, doch gegen richtig starke Mannschaften muss jede Spielerin hochkonzentriert sein und an ihre Grenze gehen, um auch in solchen Duellen Chancen auf den Sieg zu haben! Bei der 2. Drumbo-Cup-Runde im Januar müssen unsere Fußball-Mädchen also eine deutliche Leistungssteigerung zeigen, doch jetzt gehen sie nach vier insgesamt sehr erfreulich verlaufenen Hallenturnieren erst einmal in eine wohlverdiente Winterpause!


Unsere Fußball-Mädchen holen sich bei der Siegerehrung ihre Medaillen ab!

Bericht und Fotografien: Herr Kohler

18. Dezember 2017
Die UNITED BUDDY BEARS in Berlin

Die Willkommensklasse auf dem Walter-Benjamin-Platz

Bis zum 7. Januar gibt es auf dem Walter-Benjamin-Platz in Berlin- Charlottenburg die Ausstellung mit 141 Bären zu sehen, entsprechend den 141 von der UN anerkannten Nationen. Seit der ersten Ausstellung im Jahr 2002 sind die Bären weltweit auf Tournee gegangen, sie waren in Städten wie Tokio, Hongkong und Montevideo. Jetzt sind sie nach fünf Jahren wieder einmal nach Berlin zurückgekehrt.

Die Bären sind zwei Meter groß und jeder ist von einem Künstler aus dem jeweiligen Land individuell gestaltet worden.

Natürlich wollte unsere Willkommensklasse die kostenlose Open Air Ausstellung besuchen, und sofort machten sich alle Schüler auf die Suche nach dem Bären aus ihrem Land. Wir hatten Glück, alle neun Nationen, aus denen die Schüler kommen, waren auf dem Platz vertreten.


Links: Matej aus Serbien - Rechts: Ruzhdi aus Bulgarien

„Die Stilrichtungen der internationalen Künstler verbinden und verbreiten Lebensfreude. Durch die vielfältige, landestypische Gestaltung der Bären erlebt der Besucher eine Reise um den Erdball. Die Buddy Bären stehen Hand in Hand zusammen und symbolisieren die Vision einer zukünftig friedlichen Welt. Dabei steht jeder Bär für die Menschen der Länder und deren Kultur, jedoch nicht für politische Systeme.“ So beschreiben die Veranstalter ihr Gesamtkunstwerk.


Links: Sihak und Viseth aus Kambodscha - Rechts: Syheon aus Korea

Genau in diesem Sinn bewegen sich die Schüler auf dem Platz, aufgeregt rennen sie hin und her, um sich gegenseitig ihre Länder zu zeigen.

Und so machen auch wir eine kleine Weltreise von Mexiko bis Seoul. Syheon liest Inschriften des koreanischen Künstlers vor, Matej zeigt einen serbischen Tanz und Lazya freut sich über die Farbenpracht des irakischen Bären. Vor dem deutschen Bären mit dem Brandenburger Tor, der von dem Künstler Helge Leiberg gestaltet wurde, wollten sich alle Kinder fotografieren lassen.


Links: Alexis aus Mexiko - Rechts: Lazya aus dem Irak

Links: Ilias aus Polen- Rechts: Zina, Khadija und Malak aus Syrien

Bericht und Fotografien: Frau Posth


15. Dezember 2017

Doppelsieg für unsere Fußball-Mädchen beim Sepp-Herberger-Tag!

Unsere Dritt- und Viertklässlerinnen von Team I possieren stolz nach ihrem ersten Turniersieg!

Vier Turniersiege hatten unsere Fußball-Mädchen in der Geschichte unserer Mädchenfußball-AG bislang eingefahren. Heute kamen gleich zwei an einem Tag dazu: Bei der erstmaligen Teilnahme am Sepp-Herberger-Tag des Berliner Fußball-Verbandes in Marzahn gewannen sowohl unsere Dritt- und Viertklässlerinnen als auch unsere Fünft- und Sechstklässlerinnen das Turnier in ihrer Altersstufe!

Der Sepp-Herberger-Tag ist die jährliche Abschlussveranstaltung des Projekts „Alle kicken mit“ des BFV, bei dem interessierte Grundschulen Kooperationen mit Fußballvereinen für die Durchführung von Mädchenfußball-Arbeitsgemeinschaften eingehen können. Unsere Schule nimmt an diesem Projekt nicht teil, da unsere Mädchenfußball-AG seit Jahren auch ohne Vereins-Unterstützung fest im Schulleben etabliert ist. Freundlicherweise wurden wir dennoch zur Teilnahme am Sepp-Herberger-Tag eingeladen, in dessen Rahmen Turniere für die Jahrgangsstufen 1-2, 3-4 und 5-6 angeboten werden sollten.


Links: Auf engstem Raum machen sich drei unserer vier Teams warm - Rechts: Yagmur fordert Julia zum Pass auf

Insgesamt durften vier Mannschaften pro Schule für die Turniere gemeldet werden. Trainer Herr Kohler hatte vorgesehen, vor allem den bisher im Schuljahr recht kurz gekommenen Zweit- und Drittklässlerinnen wertvolle Wettkampfpraxis zu ermöglichen, und hatte deshalb neben unserer erfahrenen Schulmannschaft der Fünft- und Sechstklässlerinnen ein Team aus Zweitklässlerinnen sowie zwei Teams aus Dritt- und Viertklässlerinnen gebildet. Unter den ausgewählten Spielerinnen waren auch einige der Drittklässlerinnen, die im Sommer neu mit dem Fußballspielen angefangen hatten und für die es bisher keine geeigneten Turniere gegeben hatte: Entweder waren sie für die angebotenen Turniere schon zu alt oder noch zu jung und unerfahren. Heute sollten sie, unterstützt von erfahrenen Dritt- und Viertklässlerinnen, ihren ersten Wettkampf bestreiten.


Links: Kapitänin Yasmin führte heute eine kopfstarke Mannschaft an! - Rechts: Unsere jüngsten Talente: Die Zweitklässlerinnen Maya und Ylva

Dieser Plan wurde jedoch durchkreuzt von der Tatsache, dass nur unsere Schule eine Mannschaft für das Turnier der Erst- und Zweitklässlerinnen gemeldet hatte. Deshalb mussten die Zweitklässlerinnen beim Turnier für Dritt- und Viertklässlerinnen antreten. Weil sie alleine gegen viel ältere Spielerinnen natürlich chancenlos gewesen wären, mischte Herr Kohler die nunmehr drei Teams für das Turnier der Dritt- und Viertklässlerinnen noch einmal durch: In unserer ersten Mannschaft liefen mit Jülide (4b) und Sofia (3c) die Führungsspielerinnen dieser Altersstufe auf, unterstützt von den ebenfalls bewährten Kräften Julia und Selen (beide 3b). Mit Marie-Luise (3b) war zudem eine bislang nur selten eingesetzte Spielerin und mit Yagmur (3b) sogar eine Debütantin im Kader.


Links: Team I der Dritt- und Viertklässlerinnen, angeführt von Jülide, und Team III, angeführt von Sara
Rechts: Während Laura für Team II erstmals als Kapitänin auflief, hat Yasmin schon Routine in dieser Rolle

Während die erste Mannschaft durchaus um den Turniersieg mitspielen sollte, ging es für das zweite und dritte Team vor allem daran, Erfahrung zu sammeln. Angeführt von Laura (3c), die schon auf einige Einsätze zurückblicken kann, kamen in Team II mit Farida (4b) und Sarah (3c) wenig erfahrene Spielerinnen, mit Marlene (1/2c) eine Zweitklässlerin und mit Livia (3c) eine weitere Debütantin zum Einsatz. Team III wurde von der routinierten Sara (4b) angeführt, ansonsten waren hier aber außer Qendresa (ebenfalls 4b) mit Irem (1/2a), Ylva, Maya (beide 1/2e) und Abi (1/2f) nur Zweitklässlerinnen vertreten.


Links: Jülide ist hochzufrieden nach dem Turnier! - Rechts: Am Nikolaustag kamen natürlich auch der Nikolaus und BFV-Maskottchen Icke vorbei und beschenkten die Spielerinnen, hier unser Team II

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Neben unseren Fußball-Mädchen traten beim Turnier der Dritt- und Viertklässlerinnen noch die Grundschule am Traveplatz, die Richard-Grundschule und die Kurt-Tucholsky-Grundschule an. Gespielt wurde mit vier Spielerinnen auf sehr kleine Tore. Das Turnier wurde auf zwei Spielfeldern ausgetragen, die jeweils ein Hallendrittel einnahmen. Weil im Modus „Jeder gegen Jeden“ gespielt wurde, war praktisch immer mindestens eines unserer drei Teams im Einsatz, was es Herrn Kohler und Erzieherin Sabine nicht einfach machte, den Überblick zu behalten – zumal Herr Kohler ja auch das Turnier der Fünft- und Sechstklässlerinnen verfolgen musste! Hervorgehoben werden muss daher das Engagement von Fünftklässlerin Emily (5a), die nicht nur ihr Reservistendasein in unserer Schulmannschaft stoisch ertrug, sondern auch als Trainerin von Team III in die Bresche sprang, wenn Sabine und Herr Kohler auf anderen Spielfeldern coachen mussten. Auch zum Zuschauen angereiste Eltern wurden aktiv und übernahmen zeitweise die Trainerrolle!

Am Ende musste sich Team II zwar mit dem 6. Platz begnügen, doch immerhin konnte die Auswahl drei Unentschieden in fünf Spielen erreichen. Drittklässlerin Livia erzielte zudem gleich bei ihrem ersten Turnier ihren ersten Treffer! Team III gewann durch ein Tor von Sara sogar gegen die Grundschule am Traveplatz und landete mit vier Zählern auf Rang 4.


Auch Team I und Team III wurde reich beschenkt

Den hohen Erwartungen gerecht wurde derweil Team I. Nach einem 1:0-Auftakterfolg im Cauer-internen Duell mit der zweiten Mannschaft, bei dem Jülide das goldene Tor erzielte, gewannen unsere Fußball-Mädchen auch die Begegnung gegen die Grundschule am Traveplatz sicher mit 2:0. Erneut Jülide sowie Sofia waren die Torschützinnen. Ein kleiner Dämpfer war das torlose Unentschieden gegen die Richard-Grundschule, doch mit einem 2:0-Sieg gegen unsere dritte Mannschaft kehrte das Team auf die Erfolgsspur zurück. Wieder war es Jülide, die den Führungstreffer erzielen konnte. Marie-Luise traf zum Endstand – ihr erstes Tor für unsere Schule! Beim abschließenden Spiel gegen die Kurt-Tucholsky-Grundschule waren unsere Fußball-Mädchen drückend überlegen, doch weil mehrere hundertprozentige Chancen vergeben wurden, blieb es beim 0:0. Damit sammelte Team I in fünf Spielen elf Punkte und blieb bei fünf erzielten Toren ohne jeden Gegentreffer. Diese imposante Bilanz bedeutete den ersten Platz! Für alle sechs Mädchen in diesem Team war es der erste Turniersieg, der entsprechend frenetisch gefeiert wurde. Überhaupt war es der erste Turniergewinn für unsere Mädchenfußball-AG in dieser Altersstufe!


Auch Team III und Team II erhielten Medaillen, die sie nach dem Turnier stolz präsentierten

Die für unsere Schul-Auswahl antretenden Fünft- und Sechstklässlerinnen hatten hingegen alle bereits Erfahrung mit dem Gewinnen von Turnieren, denn sie waren kürzlich beim Hallenturnier in Hellersdorf auf dem ersten Platz gelandet. Kapitänin Yasmin (5a) und Stürmerin Sham (5b) sind sogar schon zweifache Turniersiegerinnen, denn sie hatten bereits als Viertklässlerinnen ein Hallenturnier mit einer Goldmedaille um den Hals verlassen. Heute taten sich unsere Fußball-Mädchen mit Erva (5a) in der Abwehr, Dunia (6a) im Mittelfeld sowie Yasmin und Sham im Sturm jedoch zunächst schwer, die richtige Einstellung zum Turnier zu finden. Nach dem Einzug in die 2. Runde des Drumbo-Cups am Montag, der gegen härteste Konkurrenz erreicht worden war, überraschte sie das doch deutlich geringere Niveau ihrer heutigen Gegnerinnen sichtlich, was zu allzu großer Lockerheit führte: Im Auftaktspiel gegen die zweite Mannschaft der Berlin Cosmopolitan School vergab Yasmin gleich zu Beginn leichtfertig und ohne Körperspannung einen Strafstoß, der von der Mittellinie auf das leere gegnerische Tor ausgeführt werden musste. Später traf sie jedoch zum 2:0, nachdem Sham unsere Fußball-Mädchen in Führung gebracht hatte. Weil auch Dunia ein Tor erzielte und dem Gegner zudem ein Eigentor unterlief, stand am Ende ein klares 4:0.


Links: Kapitänin Yasmin zieht ab! - Rechts: Unsere älteste Spielerin Dunia umgeben von den jüngsten

Als unsere Spielerinnen auch vom nächsten Gegner, der zweiten Mannschaft der Richard-Grundschule, nicht ernsthaft vor Probleme gestellt werden konnten und nach Toren von Dunia und Sham ungefährdet mit 2:0 führten, meinten unsere Fußball-Mädchen wohl, sich selbst Schwierigkeiten bereiten zu müssen. So lieferten sich Dunia und Yasmin ein vollkommen unnötiges verbales Scharmützel auf dem Spielfeld. In der Nachbesprechung brachte Herr Kohler deutlich sein Missfallen zum Ausdruck, schließlich sollten in einem Team alle Spielerinnen zusammenhalten!

Deutlich kooperativer, dafür nun aber mit Schwierigkeiten beim Kreieren klarer Torchancen präsentierten sich unsere Fußball-Mädchen in der Begegnung mit der Grundschule am Traveplatz. Yasmin etwa, die zuletzt beim Hallenturnier in Hellersdorf und bei der 1. Drumbo-Cup-Runde mit tollen Tempo-Dribblings und vielen wichtigen Toren aufgetrumpft hatte, konnte auf dem sehr engen Spielfeld ihre Stärken kaum ausspielen. Sham und Dunia hatten Probleme, bei Pässen die Geschwindigkeit zu drosseln: Viele scharfe Zuspiele, auf größeren Spielfeldern genau das richtige Mittel, landeten im Seitenaus. Folglich endete die Partie torlos 0:0.


Links: Yasmin, Meryem und das Logo des Sepp-Herberger-Tages
Rechts: Gleich ist der Ball im Tor: Sham setzt sich resolut gegen die Berlin Cosmopolitan School durch (Copyright dieser beiden Bilder: BFV)

Einen ungewöhnlichen Verlauf nahm das Duell mit der Thalia-Grundschule. Obwohl in der Turnierausschreibung gestanden hatte, dass ein Team aus vier Spielerinnen plus zwei Ersatzspielerinnen bestehen sollte, hatte deren Trainergespann entschieden, bei nur acht verfügbaren Spielerinnen mit zwei Mannschaften anzutreten, und war damit bewusst das Risiko eingegangen, bei Verletzungen in Unterzahl agieren zu müssen. Diese Situation trat dann im Spiel unserer Fußball-Mädchen gegen die Thalia-Grundschule tatsächlich ein. Trotz Unterzahl war die Thalia-Grundschule jedoch der bis dahin stärkste Gegner und machte es unseren Spielerinnen sehr schwer. Sham, die sich nun immer besser auf dem engen Spielfeld zurecht fand, gelang dann aber doch der Treffer zum 1:0-Sieg.


Links: Yasmin, Erva und Selen gönnen sich einen Moment der Ruhe und Entspannung
Rechts: Turniere sind auch immer eine gute Gelegenheit, mit anderen Fußballspielerinnen in Kontakt zu kommen

Durchaus gefällig im Spiel nach vorne, aber chaotisch in der Abwehr agierte im anschließenden Spiel die erste Mannschaft der Richard-Grundschule. Mit Meryem, die diesmal anstelle von Yasmin in der Startaufstellung stand, übernahmen unsere Fußball-Mädchen nach ausgeglichenem Beginn die Spielkontrolle. Erneut war es Sham, die unser Team in Führung brachte, nachdem sie bei einem unkontrolliert ausgeführten Abstoß resolut dazwischen sprintete. Kurz darauf erzielte unsere heute mit Abstand treffsicherste Stürmerin auch noch den 2:0-Endstand!

Und weil sie Gefallen am doppelten Toreschießen gefunden hatte, ließ Sham im Aufeinandertreffen mit der ersten Mannschaft der Berlin Cosmopolitan School gleich den nächsten Doppelpack folgen – damit traf sie heute gleich siebenfach und insgesamt bereits 17 mal in diesem Schuljahr! Mit dieser klaren Führung im Rücken, konnte nun auch noch fleißig gewechselt werden: Meryem, die zunächst wieder Yasmin weichen musste, kam für Dunia ins Spiel und auch Emily wurde nun als Dankeschön für ihr unprätentiöses Verhalten und ihre große Hilfe beim Turnier der Dritt- und Viertklässlerinnen noch eingewechselt. Sie erzwang dann sogar durch ihr beherztes Attackieren ein Eigentor zum 3:0-Endstand!


Links: Auch Fünft- und Sechstklässlerinnen freuen sich noch über Nikolaus-Geschenke!
Rechts: Bewunderte Stars: Unsere Schulmannschaft nach ihrem hochverdienten Turniersieg

Mit fünf Siegen in sechs Spielen, zwölf Toren und keinem einzigen Gegentreffer dominierten unsere Fünft- und Sechstklässlerinnen das Turnier in ihrer Altersstufe und fuhren hochverdient ihren zweiten Turniersieg in diesem Schuljahr ein und machten damit den Doppelsieg unserer Schule beim Sepp-Herberger-Tag perfekt! Insgesamt haben die ersten Mannschaften unserer Fußball-Mädchen in diesem Schuljahr 32 Spiele bestritten, von denen sie 21 gewonnen und nur drei verloren haben. Sie haben bereits drei Turniere gewonnen und bei allen anderen Turnieren immer mindestens den 3. Platz belegt! Die vor Schuljahresbeginn geäußerte Befürchtung, dass nach mehreren Rekordjahren in Folge diese Saison ein kleiner Einbruch drohen könnte, hat sich somit nicht bestätigt. Im Gegenteil: Unsere Fußball-Mädchen sind in dieser Spielzeit so erfolgreich wie noch nie – und bereits am kommenden Dienstag haben unsere Fünft- und Sechstklässlerinnen die Gelegenheit, bei der Hallenturnier-Endrunde, dem Turnier der Siegerinnen, weitere Erfolge zu feiern!


Nur zwei Tage nach dem Einzug in die 2. Drumbo-Cup-Runde feierte unsere Schulmannschaft mit dem heutigen Turniersieg den nächsten großen Triumph!

 

Bericht und Fotografien: Herr Kohler

13. Dezember 2017
Weihnachtsbasar an der Ludwig-Cauer-Schule

Links: Der große Auftritt unserer SAPH-Klassen - Rechts: Die Tanz-AG beim Storchentanz

Alle Jahre wieder wird es an unserer Schule besonders weihnachtlich, wenn unser großer Weihnachtsbasar stattfindet.
In unserer Säulenhalle und in den Klassen waren wieder viele Stände aufgebaut, an denen es viele schöne weihnachtliche Spezialitäten und Basteleien gab. Auch eine Kegelbahn wurde aufgebaut und in der Turnhalle lud ein Weihnachtsparcours dazu ein, sich die vorweihnachtlichen Kalorien wieder ein wenig abzutrainieren.

In der Aula wurden die Besucher unseres Weihnachtsbasars mit einem bunten Bühnenprogramm überrascht. Zunächst kamen die Kinder der SAPH-Klassen auf die Bühne und sangen ihre Weihnachtslieder. Es war beeindruckend zu sehen und zu hören, mit welcher Freude die etwa 100 Kinder die Lieder vortrugen. Die Kinder der Tanz-AG traten natürlich auch wieder auf und brachten ein buntes Tanzprogramm auf die Bühne. Die Kinder der dritten und vierten Klassen führten einige Instrumentalstücke auf, die ebenfalls viel Beifall fanden.


Links: Die Klasse 3b bei ihrem Instrumentalstück - Rechts: Großer Andrang in der Säulenhalle

Die Aula und der Weihnachtsbasar waren wieder sehr gut besucht, es herrschte eine schöne Stimmung und unsere Besucher waren durchweg positiv von der Vielfalt und dem Programm unseres Weihnachtsbasars beeindruckt. Es hat uns wieder einmal großen Spaß gemacht.

Bericht und Fotografien: Herr Post

12. Dezember 2017
Die Klasse 6b besucht die Gartenarbeitsschule

Die 6b macht sich mit den Arbeitsschritten vertraut, die zur Herstellung der Gestecke nötig sind

Emmily und Orelia aus der Klasse 6b berichten:
Als wir angekommen waren, wurden wir über die Nadelbäume genauer informiert.
Nachdem die Erklärung beendet war, wurden wir in zwei Gruppen geteilt.
Die erst Gruppe hatte eine Holzplatte geschmückt .
Mit Tannenästen und anderen Sachen.
In der Zeit hat die zweite Gruppe aus Wachsplatten zwei Kerzen gerollt.
Dann haben wir getauscht, sodass am Ende jeder zwei Wachskerzen und eine geschmückte Holzplatte  hatte.
Danach war der Ausflug schon zu Ende.


Die Wachskerzen werden gerollt

Links: Die fertigen Wachskerzen werden präsentiert - Rechts: Die Gestecke werden hergestellt

Bericht: Emmily und Orelia (Klasse 6b) - Fotografien: Frau Hellmann

12. Dezember 2017
Stabile Seitenlage in der 4b

19 Kinder aus der 4b wissen jetzt, wie sie sich in einer Notsituation verhalten können: ob`s ein Notruf ist, ein erster Verband oder eben die "stabile Seitenlage" - viele Informationen und praktische Übungen machten die Kinder zu Experten im "Erste Hilfe Kurs" von BilderKraft.
Am Ende bekam jedes Kind eine Urkunde. Was für ein schönes Projekt!



So wird es gemacht: Ansprechen, Herztöne abhören, Atmung überprüfen (zum Glück alles vorhanden) und stabile Seitenlage

Natürlich gab es auch eine Urkunde für die 4b

Bericht: Tom Henry (Klasse 4b) - Fotografien: Herr Greve

11. Dezember 2017
Die Klassen 5b und 5c im Atze Musiktheater
„Rico, Oscar und die Tieferschatten“

Die Klassen 5b und 5c waren im Atze Musiktheater und haben sich das Theaterstück Rico,Oscar und die Tieferschatten angeschaut.

Zu dem Theaterstück: Rico, ein Junge aus der Dieffenbachstraße in Berlin-Kreuzberg, bezeichnet sich als „tiefbegabt“, weil ihm viele Dinge „aus dem Kopf herausfallen“. Als Rico eines Tages den „hochbegabten“ Oscar trifft, entwickelt sich zwischen den grundverschiedenen Jungs schnell eine Freundschaft. Doch plötzlich ist Oscar wie vom Erdboden verschwunden. Als Rico erkennt, dass sein Freund vom berüchtigten „ Aldi-Entführer“ gekidnappt wurde, muss er alle Ängste über Bord werfen, um seinen besten Freund zu retten.
Das Theaterstück hat den beiden Klassen gut gefallen und posierten stolz mit dem Hauptdarsteller (Rico) Ilja Pletner.


Die Klasse 5c behandelt gerade den Roman Rico,Oscar und die Tieferschatten im Deutschunterricht. Dieses Kinderbuch-Klassiker wurde 2009 mit dem „Deutschen Jugendliteraturpreis“ prämiert. Der Autor des Buches Andreas Steinhöfer wurde mit dem Erich-Käsner-Preis ausgezeichnet.

Bericht und Fotografien: Frau Stenzel


08. Dezember 2017

Erst am Boden, dann obenauf: Unsere Fußball-Mädchen erreichen trotz
härtester Konkurrenz die 2. Drumbo-Cup-Runde!


Glücklich und zurecht stolz auf eine großartige Leistungssteigerung: Unsere Fußball-Mädchen nach dem Erreichen der 2. Drumbo-Cup-Runde

Es bedurfte schon einer gehörigen Portion Optimismus, um nach dem ersten Spiel in der heutigen Auftaktrunde des Drumbo-Cups noch daran zu glauben, dass unsere Fußball-Mädchen diese Runde überstehen und die nächste erreichen würden. Doch unsere Spielerinnen bewiesen Nehmerqualitäten, rappelten sich nach einer deutlichen Auftaktniederlage wieder auf und schafften in einer wahren Todesgruppe das scheinbar Unmögliche!

Am Drumbo-Cup, Deutschlands größtem Hallenturnier für Schulfußball-Mannschaften, nehmen ungefähr 110 Schulen bei den Mädchen teil. In vier Gruppenphasen werden die glücklichen vier Teams ermittelt, die am großen Finaltag in der Sömmeringhalle um den Turniersieg spielen dürfen. Unsere Fußball-Mädchen waren in den letzten Jahren beim Drumbo-Cup sehr erfolgreich: Im Schuljahr 2012/2013 erreichten unsere Mädchenfußball-Pionierinnen sensationell die 4. Runde und landeten am Ende auf Rang 7. Auch in den Folgejahren konnten sich ihre Nachfolgerinnen bis auf eine Ausnahme immer für die 2. Runde qualifizieren.


Links: Torhüterin Erva und Abwehrspielerin Meryem (hier beim Pass-Training beim Einspielen)
bekamen heute erheblich mehr zu tun als beim Hallenturnier-Sieg in Marzahn!
Rechts: Kapitänin Yasmin rüttelte ihr Team mit einem beherzten Vorstoß gegen die Käthe-Kollwitz-Grundschule auf

War das Erreichen der 2. Runde vor einigen Jahren noch eine überschaubar schwierige Pflichtübung, ist das Überstehen der 1. Runde längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Das Niveau im Mädchen-Schulfußball ist spürbar gestiegen: Auf reine Anfänger-Mannschaften trifft man immer seltener. Auch die Turnierorganisatorinnen trugen ihren Teil dazu bei, die Schwierigkeitsstufe zu erhöhen: Im letzten Jahr mussten unsere Fußball-Mädchen mit der Möwensee-Grundschule den Drittplatzierten des Vorjahresturniers aus dem Wettbewerb werfen und auch in dieser Spielzeit hätte die Aufgabe kaum schwieriger ausfallen können: Neben der Paul-Schneider-Grundschule aus Lankwitz, die als erstmaliger Gegner für unser Team eine große Unbekannte war, traten in der Gruppe unserer Fußball-Mädchen die Stechlinsee-Grundschule aus Friedenau und die Käthe-Kollwitz-Grundschule aus Lichtenrade an. Letztere ist seit Jahren Berlins führende Mädchen-Schulfußballmannschaft und hat den Drumbo-Cup bereits dreimal gewonnen. Im letzten Jahr wurde die Schule jedoch „nur“ Fünfte und landete damit hinter der Stechlinsee-Grundschule, die den 4. Platz belegte!


Links: Yasmin führt ihr Team zum Schusstraining
Rechts: Nach schwachem Start im Auftaktspiel gewann Dunia im entscheidenden Duell mit der Stechlinsee-Grundschule nahezu jeden Zweikampf im Mittelfeld!

Eine solch stark besetzte Gruppe sorgte nicht nur bei Trainer Herrn Kohler, sondern auch bei den Übungsleitern der Stechlinsee-Grundschule und der Käthe-Kollwitz-Grundschule für Stirnrunzeln, bedeutete das doch, dass eine von drei stark eingeschätzten Mannschaften bereits sehr früh aus dem Drumbo-Cup ausscheiden würde – denn nur zwei Teams konnten sich für die nächste Runde qualifizieren.

Zunächst waren unsere Fußball-Mädchen noch in der Zuschauerrolle und beobachteten die präzise vorgetragenen Angriffsbemühungen der Stechlinsee-Grundschule gegen die Paul-Schneider-Grundschule. Mit schnörkellosen Doppelpässen erspielten sich die Schönebergerinnen Chance um Chance und besiegten den hoffnungslos überforderten Gegner mit 7:0.


Emily und Hajrija (Bild links) sowie Ersatztorhüterin Hiloa (Bild rechts) konnten gegen die Paul-Schneider-Grundschule wertvolle Spielpraxis sammeln

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Anschließend war unsere Auswahl an der Reihe und traf damit gleich im ersten Spiel auf die Käthe-Kollwitz-Grundschule. Nach vielen vergeblichen Versuchen war unseren Fußball-Mädchen bei einem Soccer-Turnier im September zum ersten Mal ein Sieg gegen diesen jahrelang übermächtigen Gegner gelungen – und entsprechend zuversichtlich war Herr Kohler, dem Favoriten auch heute ein Bein stellen zu können. Er stellte sein Team daher sehr offensiv auf, doch Erva (5a) im Tor, Meryem (5a) in der Abwehr, Dunia (6a) im Mittelfeld sowie Sham (5b) und Yasmin (5a) im Sturm verschliefen den Beginn der Partie komplett. Stets einen Schritt zu spät und auch gedanklich viel zu langsam, fanden unsere Fußball-Mädchen überhaupt nicht in die Begegnung und liefen nur hinterher. Schnell führte der Gegner mit 3:0 und ein Debakel bahnte sich an! Doch Yasmin nahm sich schließlich ein Herz, eroberte am rechten Flügel den Ball, dribbelte sich gekonnt durch die gegnerischen Reihen und netzte zielstrebig zum 1:3 ein! Damit weckte unsere Kapitänin ihre Mitspielerinnen auf und zeigte, dass unser Team mithalten kann – wenn denn alle Akteurinnen wach, aktiv und präsent sind! Eine kurzzeitig möglich erscheinende Aufholjagd wurde dann allerdings durch den Treffer zum 1:4-Endstand unterbunden.


Links: Sham, Emily, Hajrija und Meryem im fachlichen Austausch - Rechts: Ein echtes Team: Erva, Emily und Meryem

Viel Zeit, um mit der Niederlage zu hadern, blieb unseren Fußball-Mädchen anschließend nicht, denn nach kurzer Pause folgte bereits das Aufeinandertreffen mit der Paul-Schneider-Grundschule. Ein Sieg war absolute Pflicht, um die Chance auf ein Weiterkommen aufrecht zu erhalten. Entsprechend dominant gingen unsere Spielerinnen in das Spiel und fanden in der ungeordneten Abwehr des Gegners häufig Lücken. Zunächst wollte jedoch kein Tor gelingen, da Sham beim Torabschluss sehr unglücklich agierte und reihenweise beste Torgelegenheiten ungenutzt ließ. Glücklicherweise sprang Yasmin in die Bresche, umkurvte nach schönem Zuspiel von Meryem ihre Gegenspielerinnen und vollendete überlegt zum Führungstreffer! Mit dieser Führung im Rücken fiel sichtlich die Anspannung von unseren Fußball-Mädchen ab. Dunia fand immer besser in das Turnier und erzielte nach einem fantastischen Sololauf das 2:0. Und Sham traf nun, nachdem sie zuvor in viel einfacheren Situationen gescheitert war, aus sehr spitzem Winkel zum 3:0! Dank dieser klaren Führung konnte nun auch gewechselt und Emily (5a), Hiloa (5b) und Hajrija (6b) noch Spielpraxis ermöglicht werden.


Yasmin beim Schusstraining im Duell mit Hiloa - gespannt beobachtet von ihren Mitspielerinnen

Die Käthe-Kollwitz-Grundschule gewann anschließend auch die Begegnung gegen die Stechlinsee-Grundschule sicher mit 2:0. Damit hatten unsere Fußball-Mädchen ein echtes Endspiel gegen die Stechlinsee-Grundschule: Mit einem Sieg würden sie die nächste Runde erreichen, bei einem Unentschieden oder einer Niederlage dagegen aus dem Drumbo-Cup ausscheiden. Herrn Kohlers eindringlichen Appell, diesmal anders als in der Auftaktpartie von Beginn an hellwach zu sein, setzten die Spielerinnen eindrucksvoll um: Sofort erarbeiteten sich Dunia, Sham und Yasmin ein Übergewicht im Mittelfeld und näherten sich mit aggressivem Pressing schnell dem gegnerischen Tor! Sham fand genau im richtigen Moment ihre Knipser-Qualitäten wieder und traf nach Dunias Vorlage zur umjubelten frühen Führung. Und ehe der konsternierte Gegner wusste, wie ihm geschah, legte Yasmin ihrer Sturmpartnerin den Ball so gekonnt auf, dass Sham auf 2:0 erhöhte!


Links: Sham (links) fand im entscheidenden Spiel ihre Treffsicherheit wieder - Rechts: Dunia bringt Emily die neuesten Gesten bei

Doch noch waren neun Minuten zu spielen – und der Gegner, der nun seinerseits zwei Treffer für das Erreichen der nächsten Runde benötigte, versuchte, den Druck zu erhöhen. Zunächst gelang es unseren Fußball-Mädchen noch, das Geschehen fernab des eigenen Tores zu halten und sich sogar Chancen für eine noch höhere Führung zu erspielen, doch nach einer unglücklichen Abwehraktion von Meryem konnte der Kontrahent auf 1:2 verkürzen. Nun begann in den letzten Minuten das große Zittern, denn ein weiteres Gegentor hätte das Aus bedeutet! Herr Kohler reagierte und beorderte Yasmin zur Unterstützung von Meryem zurück in die Abwehr. Mit ihren Kräften eigentlich am Ende, wuchsen unsere Fußball-Mädchen in dieser kritischen Situation über sich hinaus. Dunia etwa gewann nahezu jeden Zweikampf und schaffte es, mit weiten Bällen auf Sham die gegnerischen Angriffsversuche immer wieder zu unterbrechen. So kam der Gegner kaum zu klaren Chancen – eine der wenigen vergab er zehn Sekunden vor Abpfiff der Partie! Dann endlich war das Spiel vorbei und unsere Spielerinnen konnten, sofern sie noch die Kraft dafür hatten, den Einzug in die nächste Runde bejubeln!


Gut gelaunt präsentieren sich unsere Fußball-Mädchen vor Turnierbeginn - und von den Anstrengungen gezeichnet, aber glücklich bei der Siegerehrung!

Gemeinsam mit der Käthe-Kollwitz-Grundschule erreichten unsere Fußball-Mädchen damit die 2. Runde, während der Vorjahresvierte ausgeschieden ist. Sich in einer so schwierigen Gruppe gegen solch einen starken Gegner durchgesetzt zu haben ist eine großartige Leistung unserer Fußball-Mädchen! Besonders hervorzuheben ist dabei die Mentalität unserer Spielerinnen, die sich von der deutlichen Auftaktpleite nicht entmutigen ließen, sondern weiter an ihre Chance glaubten und im entscheidenden Duell mutig und kraftvoll auf den Sieg spielten! Entsprechend stolz war dann auch Herr Kohler auf seine Schützlinge und lud sie noch zum Bäckerei-Café ein. Frisch gestärkt mit kalten Getränken und süßen Leckereien feierten unsere Spielerinnen dort ihren Triumph! Jetzt freuen sie sich schon auf die 2. Runde des Drumbo-Cups, die im Januar stattfinden wird. Zunächst werden sie aber am Mittwoch beim Sepp-Herberger-Tag des BFV aktiv sein und am Dienstag kommender Woche bei der Hallenturnier-Endrunde von „Integration durch Sport“, dem Turnier der Siegerinnen, antreten.


Verdiente Belohnung: Unsere Fußball-Mädchen feiern ihren Erfolg im Bäckerei-Café!

Bericht und Fotografien: Herr Kohler

07. Dezember 2017
Handwerksunterricht zu Weihnachten

Christopher aus der Klasse 6a berichtet:
Wir, die Klasse 6a, war am vergangenen Mittwoch mit Fr. Zietz und Herrn Krienke in der Gartenarbeitsschule, um Weihnachtsgestecke zu basteln. Zuerst wurden aus Bienenwachsplatten Kerzen gedreht, danach durften wir und eine Holzscheibe nehmen und haben diese mit Tanne, Fichten, getrockneten Blumen, Krampen und Tonsternen dekoriert. Das hat viel Spaß gemacht und die Ergebnisse waren sehr schön. Die Gestecke durften wir dann als Adventsgesteck mit nach Hause nehmen.


Bericht: Christopher (Klasse 6a) - Fotografien: Herr Krienke

07. Dezember 2017
Die Klasse 5C schmückt den Weihnachtsbaum

Der Weihnachtsbaum oder Christbaum ist weltweit das am weitesten verbreitete Symbol des Weihnachtsfestes.

Die Klasse 5C hatte dieses Jahr wieder das Vergnügen den Weihnachtsbaum für die Schule zu schmücken. Es hat uns richtig Spaß gemacht und der Baum ist sehr hübsch geworden.

Bericht und Fotografien: Frau Stenzel

06. Dezember 2017
Die Willkommensklasse beim Berliner Büchertisch

Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey begrüßt die Schulklassen

Zum Nikolaustag am 6. Dezember waren wir beim Berliner Büchertisch eingeladen. Anlass war die feierliche Eröffnung eines neuen Buch-Verschenkregals und der Umzug vom Mehringdamm in die Richardstraße in Rixdorf/Neukölln. Von dem neuen Regal dürfen sich Kinder und Jugendliche täglich kostenlos ein Buch mitnehmen. Allein dafür lohnt sich die weite Anreise mit der U7 von Richard-Wagner-Platz bis Karl-Marx-Straße.

Die Neuköllner Bürgermeisterin Frau Dr. Franziska Giffey eröffnete das neue Regal und brachte Buchspenden ihrer eigenen Kinder mit, darunter ein Buch von den Olchis und Selma Lagerlöfs Nils Holgersson. Sie erzählte den Kindern, wie wichtig das Lesen sei: „Wer viel liest, wird besser im Sprechen und besser im Schreiben“. Viel Spaß mache es auch, gemeinsam mit den Eltern oder Geschwistern zu lesen. Das Buch-Verschenkregal beschrieb sie den Kindern als ein „Zauberregal, das sich immer wieder mit neuen Büchern füllen wird“.


Links: Die Schüler basteln Lesezeichen - Rechts: Syheon zeigt seine Lesezeichen

Möglich sind solche Aktionen allein durch Spenden. Jeder, der gut erhaltene Bücher abgeben möchte, kann sie in der Richardstraße vorbei bringen. Ab einer Menge von 100 Stück werden die Bücher auch kostenlos von zu Hause abgeholt. Der Berliner Büchertisch ist ein gemeinnütziger Verein, der sich der Leseförderung widmet, aber auch Bibliotheken und Institutionen mit Büchern ausstattet.

Für uns hatte sich Kaja Wesner, die für Schülergruppen zuständig ist, ein besonderes Programm ausgedacht. An einem großen Tisch standen unterschiedlichste Bastelmaterialien bereit, dort konnten die Kinder unter Anleitung bunte Lesezeichen basteln. Anschließend gab es in der gemütlichen Leseecke eine Lesung mit freiwilligen Vorlesern. Sorgsam hatte Kaja Bilderbücher mit wenig Text ausgesucht, die auch für unsere Sprachanfänger gut verständlich waren. Am Ende ging es dann zu dem neuen Regal, wo die Schüler in Ruhe stöbern und sich ihr Lieblingsbuch aussuchen konnten. Die U-Bahnfahrt zurück ging plötzlich ganz schnell vorbei, da sich alle bereits in ihre Bücher vertieften.


Links: Ehrenamtliche lesen vor - Rechts: Für jedes Kind ein Buchgeschenk

Und so berichten die Schüler der Willkommensklasse, wir geben diesmal die Texte unkorrigiert wieder. So erkennt man am besten, wie schwer es ist, die deutsche Sprache zu lernen, und welch große Fortschritte einzelne Schüler schon gemacht haben.

Ilias aus Polen, seit sieben Monaten in Deutschland:
Heute waren wir im Rixdorf. Wir haben gefährt mit U7. In Rixdorf ist Berliner Büchertisch. Im Berliner Büchertisch war Bürgermeisterin. Wir haben bekommen die Bücher. Wir haben ins Spielplatz gegangen. Der Ausflug war gut.

Syheon aus Korea, seit sieben Monaten in Deutschland:
Wir sind nach Rixdorf gefahren. Da habe ich Lesezeichen gebastelt. Ich habe in einem Buch gelesen. Eine Frau hat sehr lustig vorgelesen. Das Buch war „Zehn kleine Hexenkinder“. Und wir sind auf einen Spielplatz gegangen, das war gut, und ich denke, das war ein gutes Spiel.

Anoushka aus Indien, seit acht Monaten in Deutschland:
Die Bücher waren wirklich interessant. Es gab Bücher in allen Sprachen. Das Buch, das ich ausgewählt habe, ist Prinzessin Lillifee. Ich habe einige Seiten gelesen, es dreht sich alles um Prinzessin Lillifee. Es war sehr nett in Berliner Büchertisch.

Wir bedanken uns beim Berliner Büchertisch für die Buchgeschenke. Wer selbst spenden möchte schaut am besten auf die Homepage http://buechertisch.org

Bericht: Iias, Syhein, Anoushka und Frau Posth - Fotografien: Frau Posth


05. Dezember 2017

Unsere Fußball-Mädchen räumen ab:
1. Platz beim Hallenturnier in Hellersdorf!


Die stolzen Turniersiegerinnen mit Urkunden, Medaillen und Pokal

In beeindruckender Manier starteten unsere Fußball-Mädchen in die diesjährige Hallensaison: Beim Turnier von „Integration durch Sport“ in Hellersdorf stürmten die Fünft- und Sechstklässlerinnen mit begeisterndem Offensivfußball auf den 1. Platz! Bereits vor dem letzten Spiel war dem Team um Kapitänin Yasmin (5a) der Turniersieg sicher!

Mit solchen Erfolgen hatte Trainer Herr Kohler in dieser Spielzeit eigentlich nicht gerechnet, denn zu Schuljahresbeginn mussten die Fußball-Mädchen die Abgänge zahlreicher wichtiger Spielerinnen verkraften: Rekordspielerin und -torschützin Alaa hatte ihre Grundschulzeit beendet, Torhüterin Ragad musste durch einen Umzug die Schule wechseln und auch die beiden begabtesten Viertklässlerinnen Anna und Ashley zogen leider in weit entfernte Stadtteile. Noch im September verließ dann mit Zara eine weitere hochbegabte Fünftklässlerin umzugsbedingt unsere Schule.


Links: Torhüterin Erva passt beim Aufwärme sicher zu Meryem - Rechts: Ob Emily Meryems Pass zu Yasmin verhindern kann?

Doch trotz dieser schwerwiegenden Verluste wurde nicht gejammert! Voller Elan starteten die verbliebenen Fünftklässlerinnen in die neue Saison und erhielten Verstärkung von den neu an unsere Schule gekommenen Geschwistern Hiloa (5b) und Dunia (6a) sowie von Hajrija (6b), die sich in ihrem letzten Grundschuljahr noch der AG anschließen wollte. Dunia entpuppte sich sofort als Bereicherung für das Team und hatte großen Anteil daran, dass unsere Fußball-Mädchen beim Soccer-Turnier im September ungeschlagen blieben und erstmals mit der Käthe-Kollwitz-Grundschule Berlins führende Mädchen-Schulfußballmannschaft bezwingen konnten! Hiloa ließ sich zusammen mit Erva (5a) in den letzten Wochen für den vakanten Posten der Torhüterin ausbilden und Hajrija erwies sich als flinke und durchsetzungsstarke Abwehrspielerin. Das war besonders erfreulich, denn es ist eher selten, dass solche „Spätstarterinnen“ in der Mädchenfußball-AG mit den schon länger aktiven Spielerinnen mithalten können.


Links: Meryem und Sadiye überlegen: Was hat Dunia wohl vor? - Rechts: Torhüterin Erva kassierte in drei Spielen kein einziges Gegentor!

Die Neuzugänge sorgten auch dafür, dass das ohnehin hohe Trainingsniveau noch weiter stieg: Dunia etwa trumpfte in ihren ersten Trainingsspielen so sehr auf, dass sie damit zunächst für Frust bei Spielerinnen wie Yasmin sorgte, dann aber deren Ehrgeiz entfachte: Genervt davon, dass Dunia ständig an ihr vorbeikam, biss sich unsere Kapitänin von nun an in jeden Zweikampf – und ging immer häufiger als Siegerin aus diesen hervor! Da zudem die Grundlagen wie Pass, Ballannahme und Torabschluss mittlerweile sehr gut beherrscht werden, konnten auch zunehmend komplexe technische und taktische Übungen in das Trainingsgeschehen integriert werden.


Links: Abwehrspielerin Sadiye ließ hinten nichts anbrennen und schaltete sich immer wieder in die Angriffe mit ein
Rechts: Neuzugang Hajrija konnte sich über ein gelungenes Debüt als Abwehrspielerin freuen

Mit diesen positiven Trainingseindrücken im Gepäck machten sich unsere Fußball-Mädchen heute wieder einmal auf den Weg zur Bücherwurm-Grundschule in Hellersdorf. Diese am östlichen Stadtrand gelegene Schule hatte sich trotz der weiten Anfahrt in den letzten Jahren als gutes Pflaster für unsere Mannschaft erwiesen: Im Januar 2015 feierten unsere Spielerinnen dort ihren allerersten Turniersieg und beim Turnier im letzten Schuljahr landeten sie knapp hinter der Friedrichsfelder Grundschule auf dem 2. Rang. Dieser von einem ambitionierten Vereinstrainer betreute Gegner war auch heute wieder mit von der Partie, außerdem der Gastgeber, der Grüne Campus Malchow aus Lichtenberg und etwas überraschend an diesem abgelegenen Ort auch eine Bekannte aus Charlottenburg, die Charles-Dickens-Grundschule.


Links: Meryem und Yasmin überzeugten mit bissig geführten Zweikämpfen und erfolgreichen Torabschlüssen
Rechts: Dunia zeigte als zentrale Mittelfeldspielerin eine beeindruckende Präsenz

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Der Grüne Campus Malchow war der erste Gegner für unsere Fußball-Mädchen. Im Tor stand unsere neue Nummer 1 Erva, die Abwehr bildeten Sadiye und Meryem (beide 5a), im Mittelfeld lief Dunia auf und im Sturm startete Sham (5b) neben Yasmin. Auf der Bank nahmen zunächst Emily (5a), Hiloa und Hajrija Platz. Gegen überforderte Lichtenbergerinnen übernahmen unsere Fußball-Mädchen sofort das Kommando, obwohl noch längst nicht alles klappte. Dunia etwa musste sich zunächst an das große Spielfeld gewöhnen und agierte ungewohnt zögerlich. Doch bereits nach 40 Sekunden sorgte Yasmin für die frühe Führung und nahm damit ihren Mitspielerinnen die Nervosität. In einer einseitigen Begegnung erzielte Sham schließlich einen lupenreinen Hattrick zum 4:0-Endstand – und hätte auch gut und gerne doppelt so viele Tore schießen können! Aufgrund der klaren Verhältnisse konnte auch früh gewechselt und Emily und Hajrija Spielpraxis ermöglicht werden. Für letztere war es das Debüt im Trikot unserer Schule!


Links: Gleich im ersten Spiel gelang Sham ein lupenreiner Hattrick - Rechts: Sham und Meryem im fachlichen Austausch

Größere Schwierigkeiten erwartete Herr Kohler im zweiten Spiel gegen die Friedrichsfelder Grundschule, die im Vorjahr unseren Fußball-Mädchen im letzten Spiel noch den Turniersieg entrissen hatte. Die damaligen Sechstklässlerinnen waren nun bei unserem Kontrahenten allerdings nicht mehr an Bord, dafür aber eine ihre Mitspielerinnen weit überragende Viertklässlerin, die bereits in der Berliner Landesauswahl aktiv ist. Bei früheren Turnieren hatte Herr Kohler oft auf das taktische Mittel zurückgegriffen, solche herausragenden Gegenspielerinnen durch eine Mittelfeld-Akteurin komplett in Manndeckung zu nehmen. Das hatte auch immer funktioniert, war jedoch zu Lasten der eigenen Angriffsbemühungen gegangen. Heute beließ er es daher bei einer intensiven Bewachung durch Abwehrspielerin Sadiye in der gefährlichen Zone, um das eigene Offensivspiel nicht zu hemmen. Dieser Schachzug ging perfekt auf: Yasmin und Sham beschäftigten mit aggressivem Pressing die gegnerische Defensive so gut, dass das Spielgeschehen weit von Ervas Tor entfernt stattfand! Nur zweimal kam jene starke Spielerin zum Abschluss – und dank der guten Abwehrarbeit von Dunia, Sadiye und Meryem jeweils nur aus unmöglichem Winkel. Unsere Offensivabteilung war da wesentlich torgefährlicher und so war es im Grunde nur eine Frage der Zeit, bis unser Team in Führung ging. Den goldenen Treffer zum hochverdienten 1:0-Sieg erzielte wiederum Yasmin, die bisher nicht ganz so häufig wie andere Stürmerinnen getroffen hatte, aber eben eine Expertin für die besonders wichtigen Tore ist! Dieser Sieg war übrigens der 100. in der Geschichte unserer Mädchenfußball-AG. Von der 100. Niederlage sind unsere Spielerinnen dagegen noch fast 40 Pleiten entfernt!


Links: Meryem baute das Spiel mit präzisen Pässen von hinten auf und traf im letzten Spiel selbst
Rechts: Kapitänin Yasmin traf zweimal zum wichtigen 1:0 und bereitete einmal den Führungstreffer vor

Da bei Punktgleichheit der direkte Vergleich entscheiden sollte, hatten unsere Fußball-Mädchen mit dem Sieg gegen den schärfsten Konkurrenten einen großen Schritt Richtung Titelgewinn gemacht, denn nun mussten aus den beiden abschließenden Begegnungen mit der Charles-Dickens-Grundschule und der Bücherwurm-Grundschule nur noch drei weitere Zähler eingefahren werden, um den 1. Platz zu sichern. Hochmotiviert und mit unveränderter Aufstellung traten unsere Fußball-Mädchen gegen die Charles-Dickens-Grundschule an und ließen diesem bis dahin gefällig aufspielenden Gegner nicht den Hauch einer Chance! Aus dem konsequent vorgetragenen Angriffspressing gab es für die am Olympiastadion gelegene Schule kein Entrinnen und auch spielerisch war der Auftritt unserer Spielerinnen ein Genuss! Das 1:0 fiel beispielsweise nach einem großartigen Pass von Yasmin in den Rückraum, wo die mittlerweile mit unglaublicher Präsenz aufspielende Dunia überlegt vollstreckte. Kurz darauf erhöhte Yasmin zum 2:0, ehe Sham ein Eigentor erzwang und dann selbst zum 4:0-Endstand traf – ein auch in dieser Höhe absolut verdienter Sieg!


Links: Gespanntes Warten auf den Turnierbeginn - Rechts: Beste Freundinnen - und tolle Fußballspielerinnen!

Damit standen unsere Fußball-Mädchen nach drei Siegen in drei Spielen bereits vor der letzten Partie als Turniersieger fest – das hatte es bisher erst einmal, beim allerersten Turniersieg an selber Stelle, gegeben. Im Duell mit der Bücherwurm-Grundschule, die bislang dreimal 0:0 gespielt hatte, durften daher die bis dahin etwas kürzer gekommenen Mädchen auflaufen: Hiloa feierte ihr Debüt im Tor, die bis dahin zweimal eingewechselten Emily und Hajrija kamen nun von Beginn an in der Abwehr zum Zug und die bisherigen Abwehrkräfte Sadiye und Meryem konnten sich nun, unterstützt von Mittelfeld-Motor Dunia, im Angriff austoben. Trotz dieser zahlreichen Wechsel dominierten unsere Spielerinnen auch diese Begegnung, doch die sehr gute Torhüterin des Gegners verhinderte zunächst einen Gegentreffer. Im Lauf des Spiels wurden Yasmin und Sham noch eingewechselt, um den Druck weiter zu erhöhen. In Führung ging dann jedoch mit der ersten Offensivaktion überhaupt und eher zufällig der Gegner, aber auch davon ließen sich unsere Fußball-Mädchen nicht aus der Ruhe bringen: Mit einem satten Schuss konnte Meryem die bis dahin unbezwungene gegnerische Torhüterin erstmals überwinden. Nach diesem Treffer zum 1:1 erspielten sich unsere Fußball-Mädchen nach tollen Ballstafetten viele weitere Chancen, doch blieb es letztlich beim für die Bücherwurm-Grundschule sehr schmeichelhaften Unentschieden.


Links: Torhüterin Erva freut sich auf die Siegerehrung - Rechts: In Wartestellung: Unsere Spielerinnen kurz vor der Medaillenübergabe

Bei der Siegerehrung konnten es unsere Fußball-Mädchen dann kaum erwarten, den goldenen Siegerpokal in Empfang zu nehmen. Der vierte Turniersieg in der Geschichte unserer Mädchenfußball-AG ist dabei ein ganz besonderer, denn es ist der erste, der ohne die Mitwirkung der langjährigen Führungsspielerin Alaa zustande kam. Damit bewiesen unsere Fußball-Mädchen wieder einmal, dass die Erfolge der Mädchenfußball-AG nicht der individuellen Klasse einer einzigen Spielerin zu verdanken sind, sondern die gemeinschaftliche Leistung aller AG-Teilnehmerinnen widerspiegeln, im Training wie im Wettkampf.

Nach diesem fantastischen Auftakt in die Hallensaison freuen sich unsere Spielerinnen bereits auf die nächsten Aufgaben: Bereits am Montag treten sie zur 1. Runde des Drumbo-Cups an. Außerdem werden unsere Spielerinnen am kommenden Mittwoch erstmals beim Sepp-Herberger-Tag des Berliner Fußball-Verbands mit dabei sein und am 12. Dezember werden sie bei der Hallenturnier-Endrunde antreten, dem Turnier der Besten, für das sie sich durch den heutigen Turniersieg qualifiziert haben!


Ein tolles Team: Yasmin, Meryem, Sham, Emily, Sadiye, Hajrija, Dunia und Hiloa

Bericht und Fotografien: Herr Kohler

04. Dezember 2017
Die Willkommensklasse in der C/O Fotogalerie

Die Willkommensklasse vor der C/O Fotogalerie

Herkunft und Biografie, das waren die Stichworte für die Projektvorschläge, die unsere Klasse in der neuen Ausschreibung an das Bezirksamt Charlottenburg richten konnte. Unter vielen Ideen fiel unsere Wahl in diesem Jahr auf die C/O Fotogalerie, deren Abteilung „Education“ sich intensiv der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen widmet, unter ihnen auch viele Geflüchtete.


Links: Die Schüler entwickeln ihre Ideen - Rechts: Steckbriefe werden erstellt

13 Kinder aus 9 verschiedenen Nationen in Berlin, das war der Ausgangspunkt für unsere viertägige Projektarbeit.
Zunächst wurden die Schüler mit dem Medium Fotografie vertraut gemacht. In den Räumen von C/O Education in der Hardenbergstraße durften durften sie als Erstes in Bildbänden stöbern, um die vielfältigen Möglichkeiten der Portraitfotografie zu erkunden.
Dann bekam jedes Kind eine Lumix Kamera ausgehändigt, es wurden Teams gebildet, und die Kinder fotografierten sich gegenseitig.
Unter der Anleitung von Greta Kühnast, der Leiterin des Workshops, und Constanze Flamme, der Fotografin, entdeckten sie ungeahnte neue Perspektiven und entwickelten einen ganz neuen Blick auf die Persönlichkeiten ihrer Mitschüler. Später in der Woche wurde dann der Arbeitsauftrag „Emotionen“ ausgegeben. Welche Emotionen lassen sich gut darstellen? Wie zeige ich Freude, Trauer, Wut, Kraft?
In den großzügigen Räumen der Galerie gab es viele Möglichkeiten für die Inszenierung der Fotos. Und während die einen experimentierten, lernten die anderen Sprachanfänger neue Adjektive wie „betrübt, erschrocken, verlegen“, die sich durch die spielerische Darstellung viel schneller einprägen.


Links: Unser neuer Schüler Viseth aus Kambodscha auf dem Ausflug nach draußen - Rechts: Die Emotionen werden analysiert

Die Fotografin Constanze Flamme schildert ihre Eindrücke so:
„Der Workshop mit den Kindern der Willkommensklasse hat trotz Sprachbarrieren große Freude bereitet. Es zeigte sich einmal wieder, welchen Zauber und Bestärkung die Fotografie für die eigene Entwicklung bedeutet. Es ist toll die Entwicklung der Kinder in den vier Tagen zu sehen, in ihren eigenen Bildern und in dem abschließenden Porträt. Wenn ich mit Ruhe und Abstand auf die Porträts schaue, berührt mich die Stärke, die in dem entschleunigten Moment liegt.
In dem Akt des Fotografierens liegt auch eine Zärtlichkeit, die mich eng mit den Kindern verbindet.“

Greta Kühnast schreibt: „Das Ziel des Fotoworkshops ist es, die TeilnehmerInnen auf eine spielerische Weise mit dem Genre Portrait bekannt zu machen. Wir hoffen, dass sich jedes Kind mit dem eigenen persönlichen Portrait identifizieren und dieses mit nach Hause nehmen kann.“


Links: Syheon aus Korea - Mitte: Mohamad mit Spiderman - Rechts: Khadija mit einem Talisman

Neben der lebhaften Arbeit mit den experimentierfreudigen Kindern war es für die Fotografin nicht leicht, sich auf die ausdrucksstarken Einzelportraits zu konzentrieren. Für diese Bilder im Studio vor schwarzem Hintergrund sollten alle Schüler Gegenstände aus ihrer Heimat mitbringen, die ihnen besonders wichtig sind. Nicht alle konnten etwas finden, aber es kam doch eine vielfältige Auswahl zusammen.
Alexis hatte antikes Holzspielzeug aus Mexiko, Anoushka Tücher aus Indien, Syheon Bambusstäbchen und eine Dose Kimchi aus Korea. Für Malak war das Wichtigste ihr Handy, Khadija hatte ihre Lieblingspuppe dabei, Matej einen braunen Teddybär und Mohamad eine Spiderman Figur. Wir sind gespannt auf die Portraits, im Moment werden sie noch ausgedruckt, um dann in einer Ausstellung in der Schule präsentiert zu werden.

Wir danken der C/O Galerie mit Greta Kühnast und Constanze Flamme für eine erlebnisreiche Woche!

Bericht und Fotografien: Frau Posth

01. Dezember 2017
Der Vorlesewettbewerb 2017

Die TeilnehmerInnen Greta, Orelia, Maram, Noha, Niels und Kaancan stellen sich vor - Kaancan liest vor

Kaancan und Niels aus der Klasse 6a berichten:
Am Mittwoch , den 29. November, fand in der Schule der Schulentscheid für den Vorlesewettbewerb statt. Die sechs Teilnehmer aus den 6. Klassen waren Greta, Orelia, Maram, Noha, Niels und Kaancan. In der 1.ten Runde lasen sie ihre selbst mitgebrachten Bücher vor. In der 2ten Runde wurde ein unbekanntes Buch vorgelesen, dabei musste man zwei Minuten lesen. Die Lesepaten, Fr. Hellmann, Fr. Zietz , Hr. Krienke und Hr. Streich bewerteten die Teilnehmer. Kaancan las aus "Dem Geheimnis von Six" vor und gewann den Wettbewerb. Greta stellte "Ostwind" vor und wurde Zweite. Orelia las aus einem Band der drei !!! vor und Nils aus "Die Zeitdetektive". Obwohl einige Schüler ihm mehr Punkte gegeben hätten, belegte er knapp hinter Orelia (3. Platz) den 4. Platz. Maram stellte auch ein Buch der drei !!! vor und Noha brachte das Buch "Das doppelte Lottchen" mit.

Die ersten drei Plätze gewannen Buchgutscheine. Als Kaancan hörte, dass er den ersten Platz belegt hatte, brach er in Freudentränen aus. Kaancan ist jetzt in der nächsten Runde " Die besten Schüler aus Charlottenburg"!


Die Jury hat entschieden und unser Schulleiter Herr Streich verkündet das Ergebnis

Große Freude bei allen Beteiligten und Freudentränen bei Kaancan, dem Sieger des Lesewettbewerbes

Bericht: Kaancan und Niels (6a) - Fotografien: Herr Krienke

28. November 2017
Im Rausch der Farben:
Die Klasse 3b besucht die Ausstellung von Fahrelnissa Zeid in der Kunsthalle

Die Klasse 3b wird mit der Biografie Fahrelnissa Zeids bekannt gemacht

Yagmur aus der Klasse 3b berichtet:
Wir haben die Deutsche Bank Kunsthalle besucht. Dort ist die Ausstellung von einer türkischen Künstlerin. Sie heißt Fahrelnissa Zeid. Sie hatte manchmal nicht so schöne und manchmal schöne Erlebnisse. Ihr Bruder war zum Beispiel im Gefängnis.
Fahrelnissa war eine Prinzessin, weil sie den Prinzen von Persien geheiratet hatte. Sie ist in vielen Ländern gewesen. Als sie in London war, hat das Volk in Persien gesagt, wir brauchen keinen König mehr. Dann wurde sie wieder eine normale Frau. Fahrelnissa musste Essen kochen. Sie konnte nur Hähnchen kochen. Als da noch Teile von Knochen übrig waren, hat Fahrelnissa einige der Knochen angemalt. Bei einem Bild hat sie eine Fliege, die am Bild entlang flog, mit dem Pinsel verfolgt. Sie hat das Bild My Hell genannt. Das Bild hat sie 1951 gemalt. Das Bild ist über 5m lang und sie hat viele Farben verwendet.
Wir haben auch gemeinsam ein großes Bild gemalt. Es war super toll.


Die Klasse 3b im Bann der Bilder: In den Farbwogen Fahrelnissa Zeids gibt es viel zu entdecken

Von den dynamischen Farbwirkungen beeindruckt setzen die Kinder das Gesehene praktisch um

Bericht: Yagmur (Klasse 3b) - Fotografien: Herr Post

29. November 2017
Soziales Lernen mal anders

An vielen Stationen lernen die Kinder Grenzen zu setzen

Mit allen dritten Klassen besuchte die Mitarbeiter der OASE Frau Voutsis und Herr Müller vom freien Träger tandemBTL die interaktive Wanderausstellung „Echt stark“ im Spielhaus in der Schillerstraße.
Jungen und Mädchen erfahren, dass sie Rechte haben und Erwachsene nicht über sie verfügen können. In der Ausstellung lernen die Kinder in bestimmten Situationen Grenzen zu setzen und NEIN zu sagen. Sie werden darin bestärkt, dieses Recht auch gegenüber Erwachsenen wahrzunehmen, besonders dann, wenn die Berührung unangenehm ist.
Dieses lernen und üben sie in den sechs Stationen: „Mein Körper gehört mir“. „Ich darf mir Hilfe holen“, Ich vertraue meinem Gefühl“, „Schlechte und gute Geheimnisse“, „Ich darf NEIN sagen“ sowie „Schlechte und gute Berührungen“.


Die Kinder an den verschiedenen Stationen

Bericht und Fotografien: Frau Voutsis und Herr Müller

28. November 2017
Die 1/2 f war in der Gartenarbeitsschule

Die Kinder auf der Suche nach Igelverstecken

Wir waren in der Gartenarbeitsschule und haben Igel aus Ton gemacht. Wir haben auch ganz viel über Igel gelernt. Frau Krohn hat uns was über Igel vorgelesen und dann haben wir Igelverstecke im Garten gesucht. Sie verstecken sich im Laub und schlafen den Winter durch. Es war toll.


Die Kinder stellen Igel aus Ton her - Rechts: Die fertigen Tonigel

Bericht und Fotografien: Frau Krohn

21. November 2017
Unvergleichlich: Die 5a betrachtet afrikanische
und europäische Kunstwerke im Bode-Museum!

Links: Auf dem roten Teppich warten die Kinder auf den Beginn des Workshops
Rechts: Erster Vergleich: Europäischer Engel und afrikanische Prinzessin

Auf zahlreichen Museumsbesuchen haben die Schüler der Klasse 5a in den letzten beiden Jahren ihren Horizont beträchtlich erweitert. Zuletzt haben sie vor einer Woche im Neuen Museum gelernt, in Hieroglyphen zu schreiben. Durch die vielen Museumsgänge sind die Fünftklässler schon zu richtigen Ausstellungsexperten geworden! So lag es nahe, bei der jüngsten Exkursion einmal nicht nur über die Exponate, sondern auch über die Gedanken hinter der Ausstellung nachzudenken – ein Museumsbesuch auf der Meta-Ebene also!


Gegenseitige Beeinflussung: Der Leopard als Wasserspender ist die afrikanische Reaktion auf den Löwen der Europäer

Bestens dafür geeignet erschien die neueste Sonderschau des Bode-Museums, das die Kinder bereits vom letzten Schuljahr kannten, als sie im dortigen Münzkabinett ihre eigenen Münzen prägen durften. Hauptsächlich präsentiert das Bode-Museum Skulpturen und byzantinische Kunst. Derzeit sind jedoch auch afrikanische Kunstwerke zu bewundern, die experimentell den europäischen Artefakten gegenübergestellt werden. Die Gründe dafür sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede erkundeten die Kinder heute in einem spannenden Workshop!


Kraftmeierei auf europäisch und afrikanisch: Der Heilige Georg bezwingt einen Drachen, während der afrikanische König auf die unheimliche Kraft setzt, die Zwillingen zugesprochen wurde

Nach der Begrüßung durch die Museumspädagogin bemerkten die Fünftklässler bereits bei der ersten Gegenüberstellung, dass in früheren Zeiten Kunstwerke aus Europa und jene aus anderen Erdteilen sehr unterschiedliche Wertschätzung erfuhren: Niemand wäre auf die Idee gekommen, die Inventarnummer einem Putto von Donatello, also einer Engelsfigur aus dem 15. Jahrhundert, einfach auf den Rücken zu schmieren, wie es ein Archivar ohne Skrupel bei einer Prinzessinnenfigur aus dem Königreich Benin getan hatte. Auch die Tatsache, dass der Name des Putto-Schöpfers bekannt ist, während damals niemanden interessierte, wer eigentlich die Messing-Figur in Afrika entworfen hatte, machte schnell die Überheblichkeit deutlich, mit welcher westliche Museumskuratoren auf außereuropäische Kunstwerke schauten.


Schutz unter dem Mantel der Maria in Europa - und durch die Kraftfigur im Kongo

Die Folge dieser kolonialen Sichtweise war die wertende Aufteilung der Exponate in unterschiedliche Museen: Europäische Artefakte landeten in Kunstmuseen, ihre afrikanischen Pendants trotz ähnlicher Kunstfertigkeit in Völkerkundemuseen. Nun wird jedoch gerade in Berlins Mitte das historische Stadtschloss neu gebaut, und im darin geplanten Humboldtforum sollen auch die außereuropäischen Sammlungen der Staatlichen Museen ausgestellt werden. Die Eröffnung ist für Ende 2019 vorgesehen und bei den Überlegungen, wie die bislang in Dahlem präsentierten Stücke angemessen zur Schau gestellt werden könnten, wurde schnell klar, dass ein klassisches ethnologisches Museum kaum zeitgemäß wäre.


Kasim und Marius machen sich Skizzen für den praktischen Teil des Workshops

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Daher werden in der Sonderausstellung im Bode-Museum schon einmal afrikanische und europäische Kunstwerke einander gegenübergestellt, sodass der aufmerksame Besucher Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede entdecken kann. Dass sich die Kulturen auch beeinflussten, machte der Vergleich zwischen einem portugiesischen Wasserspender in Löwen-Form und einem afrikanischen in Gestalt eines Leoparden deutlich. Bei der ersten Begegnung im Königreich Benin hatten die Europäer ihren staunenden Gastgebern den Löwen präsentiert – und als sie einige Jahre später an diesen Ort zurückkehrten, wurde ihnen der prächtige Leopard vorgestellt!


Links: Emily und Aida können aus einer Vielzahl an Materialien wählen
Rechts: Meryem hat sich schon für den Grundaufbau ihrer Kraftfigur entschieden

Die Darstellung von Kraft wurde verglichen durch eine Skulptur aus Lindenholz von Tillmann Riemenschneider, die den Heiligen Georg beim Bezwingen eines Drachens zeigte. In bestimmten afrikanischen Kulturen wurde Zwillingen große und kaum zu kontrollierende Kraft zugeschrieben, wie eine eindrucksvolle Skulptur zum Ausdruck brachte. Konzentriert waren die Kinder bei der Sache und machten erstaunliche Entdeckungen. Anas etwa bemerkte, dass die afrikanischen Figuren eher statisch wirken, während die europäischen Werke oft vor Dynamik nur so strotzen.


Mit viel Gespür für Details färben die Kinder ihre Figuren

Interessant war auch, wovon sich die Menschen in Europa und Afrika Schutz versprachen. So betrachteten die Menschen im europäischen Mittelalter Maria als Beschützerin der Gläubigen, die unter dem übergroßen Mantel der Gottesmutter Unterschlupf finden. Im Kongo hingegen entstanden ebenfalls aus Holz imposante Kraftfiguren. Sie wurden mit natürlichen Substanzen gefüllt, die der Figur Kraft verleihen sollten, um ihr Dort zu beschützen. Wurden Verträge geschlossen oder Urteile gesprochen, wurde zur Bekräftigung ein Nagel in die Figur gehauen.


Sadiyes und Zeyneps Figuren erhalten auch noch Federschmuck

Nach dieser faszinierenden Gegenüberstellung, die viele neue Einblicke schaffte, ging es für die Kinder im Atelier des Museums praktisch weiter: Nun durften sie aus einer fast schon erschlagenden Vielzahl an Materialien wählen, um eine eigene Schutzfigur herzustellen. Dabei entstanden sehr interessante Wesen, die auch europäische und afrikanische Ideenwelten kreativ verbanden: Afrikanisch angehauchte Figuren erhielten etwa einen Marien-ähnlichen Schutzmantel! Am Ende konnte jedes Kind seine individuelle Schutzfigur mit nach Hause nehmen und dort von einem wieder einmal sehr interessanten Ausflug berichten!


Osama und Erva präsentieren ihre fertigen Kraftfiguren!

Bericht und Fotografien: Herr Kohler

20. November 2017
Zeichen setzen im Neuen Museum:
Die 5a lernt in Hieroglyphen zu schreiben!


Devrim, Meryem, Mert, Yasmin und Kasim präsentieren ihren in Hieroglyphen geschriebenen Namen - auf echtem Papyrus!

Einen großen zivilisatorischen Sprung in der Geschichte der Menschheit erlebte die Klasse 5a zuletzt im Fach Gesellschaftswissenschaften: Besprachen die Kinder noch vor wenigen Wochen, wie ihre Vorfahren in der Jungsteinzeit gerade erst begonnen hatten, Ackerbau und Viehzucht zu betreiben, waren sie nun inmitten einer faszinierenden Hochkultur angekommen: im Alten Ägypten! Gebannt erfuhren die Schüler im Unterricht, wie Hunderte Menschen zusammenarbeiten mussten, um die jährliche Nilüberschwemmung für ihre Felder nutzen zu können, und wie aus losen Dorfgemeinschaften ein Großreich entstanden war, das Tausende Jahre Bestand haben sollte und beeindruckende Entdeckungen und Erfindungen wie den Kalender hervorbrachte!


Links: Geduldig warten die Kinder auf den Beginn der Führung - Rechts: Ramin ist von der Kunstfertigkeit der Ägypter sichtlich beeindruckt

Eine weitere sehr wichtige kulturelle Errungenschaft ist die Schrift, die die Ägypter entwickelten – und weil Hieroglyphen neben Pyramiden und Mumien für Kinder zum Interessantesten am Thema Ägypten gehören, ging es für die 5a heute zum zweiten Mal in diesem Schuljahr ins Neue Museum auf der Museumsinsel. Dort wartete eine waschechte Ägyptologin auf die neugierigen Schüler, um ihnen die Schriftzeichen der alten Ägypter beizubringen!


Links: Wohin man auch schaut: Überall Hieroglyphen! - Rechts: Die Kinder betrachten die Nachbildung des Steins von Rosetta

Nachdem sie von der Wissenschaftlerin in Empfang genommen worden waren, stellten die Kinder schnell fest, wie allgegenwärtig die Hieroglyphen in Ägypten waren: Auf Tonscherben, als Tempelinschriften oder an den Grabstätten – überall waren die geheimnisvollen Zeichen zu entdecken. Die Führerin berichtete den Schülern auch von den großen Schwierigkeiten der Archäologen, die Bedeutung der Hieroglyphen herauszufinden. Jahrhundertelang schaffte es niemand, die Schrift zu entziffern – bis mithilfe des dreisprachig beschriebenen Steins von Rosetta das Rätsel gelöst werden konnte. Doch Hieroglyphen lesen ist nach wie vor nicht einfach: Vokale fehlen, die Schreibrichtung variiert und die Zeichen können mal für einen Laut, mal für ein ganzes Wort stehen! Die Kinder waren dann auch sehr beeindruckt, wie es ihrer Gastgeberin gelang, trotz dieser Hindernisse ganze Grabinschriften in fließendem Altägyptisch vorzulesen!


Links: Zeynep ist bereit zum Schreiben der Hieroglyphen
Rechts: Voller Hingabe machen sich die Schüler ans Zeichnen der schwierigen Schriftzeichen

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Nach dieser theoretischen Einführung ging es in den Werkraum des Museums. Dort wurden die Kinder in einer einfachen Variante der Hieroglyphen, bei denen jedes Zeichen für einen Laut steht, neu alphabetisiert! Voller Hingabe zeichneten die Fünftklässler die teilweise sehr schwierigen Zeichen ab, bis sie für jeden Laut ein passendes Symbol auf ihrem Blatt hatten. Nun hieß es für die Schüler, auf einem echten Papyrusstück ihren eigenen Namen mit Hieroglyphen zu schreiben, doch das war gar nicht so einfach: Da die Hieroglyphen eine Lautschrift darstellen, mussten die Buchstaben zunächst in den passenden Laut „übersetzt“ werden.


Links: Emily und Aida haben schon alle Schriftzeichen abgezeichnet! - Rechts: Auch Erva und Meltem sind fertig!

Sadiye, deren Anfangsbuchstabe wie ein „sch“ gesprochen wird, durfte folglich nicht das Symbol für „s“, sondern musste jenes für „sch“ verwenden. Yasmin suchte zunächst vergeblich ein „y“, ehe sie erkannte, dass sie das Zeichen für „j“ verwenden muss. Ganz ähnlich erging es Devrim, der das Zeichen für „f“ für seinen dritten Buchstaben schreiben musste. Am Ende gelang es aber allen Kindern, ihren Namen mit Hieroglyphen zu schreiben und mit dem passenden Schlusszeichen noch zu zeigen, ob sie ein Junge oder ein Mädchen sind. Einige Schüler planten sogar in ihrer Begeisterung, die am folgenden Tag anstehende Deutsch-Klassenarbeit in Hieroglyphen zu verfassen – ein Vorhaben, von dem sie ihr Klassenlehrer dann aber doch noch abbringen konnte!


Links: Kasim präsentiert stolz seinen Namen auf Alt-Ägyptisch
Rechts: Yasmin und Meryem sind ebenfalls fertig - und haben auch an das Schlusszeichen für "Mädchen" gedacht

Abgeschlossen wurde der sehr gelungene Workshop von einem gruseligen Besuch bei den Mumien des Museums. Dort lernten die Kinder noch einiges über die Jenseitsvorstellungen der Ägypter – ein willkommener Ausblick auf die nächsten Gewi-Stunden, in denen die Kinder noch viel über die Götterwelt der Ägypter, ihre Gesellschaft und die verschiedenen Pharaonen erfahren werden!


Abschluss des Workshops - und Ausblick auf die nächsten Gewi-Stunden: Besuch bei den Mumien

Bericht und Fotografien: Herr Kohler

17. November 2017
SchulKinoWochen in Berlin - Die Willkommensklasse ist dabei.

Die Klasse vor dem Titania-Palast

Während der SchulKinoWochen Berlin werden in diesem Jahr 250 Filme in zwei Wochen gezeigt, verteilt auf 30 Kinos in der ganzen Stadt. Die Vision Kino-Netzwerk für Film- und Medienkompetenz organisiert dieses Ereignis jedes Jahr im Herbst.
Die Auswahl an Filmen ist riesig, es sind alle Altersgruppen eingeladen, und das Themenspektrum ist weit gefächert. Es gibt Animationsfilme für die ganz Kleinen, Dokumentarfilme und anspruchsvolle Spielfilme für die älteren Schüler.
Dazu werden vielfältige Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt.
Für Willkommensklassen und Sprachanfänger Deutsch gibt es besondere Angebote. Filme, die mit wenig Sprache auskommen, deren Handlung gut verständlich ist, oder Geschichten, die weltweit bekannt sind.

So fiel unsere Wahl auf die Neuverfilmung von „Heidi“. Der Roman von Johanna Spyri ist in 60 Sprachen übersetzt und es gibt unzählige Filmversionen des Romans. Sogar in Japan verehrt man Heidi.
Viele kennen die Geschichte des Waisenkindes Heidi, das bei seinem Großvater, der „Alm-Öhi“ in den Schweizer Bergen aufwächst. Sie lebt ein glückliches und unbeschwertes Leben in der Bergwelt, bis sie in die ihr unbekannte Großstadt Frankfurt geschickt wird. Dort soll sie zur Schule gehen und sich um das kranke Mädchen Klara kümmern...
Besonders geeignet für Willkommensklassen sind die Themen Stadt und Land, unterschiedliche Familien, Verlust der Heimat und Freundschaften.
Und so waren auch unsere Schüler sofort in den Bann der Geschichte gezogen.


Links: Das Heidi Filmplakat von STUDIOCANAL GmbH - Rechts:Unterrichtsmaterialien der Stiftung Lesen

„Der Film war sehr, sehr gut.“ sagen alle, und nun fragen sie jeden Tag, wann wir denn wieder ins Kino gehen können.
Angeregt durch das spannende Kinoerlebnis berichten die Sprachanfänger zum ersten Mal selbst, die Texte sind leicht korrigiert worden.

Lazya aus dem Irak, 10 Jahre alt, seit 4 Monaten in der Klasse:
Heute waren wir in dem Kino.Heidi ist 8 Jahre alt. Heidi wohnt in den Bergen. Sie hat eine Freundin, sie heißt Klara. Heidi liebt Ziegen. Sie hat drei Katzen. Klara wohnt in der Stadt. Sie kann nicht laufen...

Zina aus Syrien, 12 Jahre alt, seit drei Monaten in der Klasse:
Mir hat Heidi gefallen, weil sie so nett war. Der Großvater war zuerst ein bisschen böse, weil er kennt kein Heidi. Dann war er sehr glücklich mit Heidi. Der Peter war Freund von Heidi. Die Frau Rottenmeier war sehr böse. Klara war die Freundin von Heidi, sie wohnt in der Stadt. Die Stadt heißt Frankfurt. Heidi konnte auch lesen. Die Großmutter hatte für Heidi ein Buch gegeben, aber Heidi musste selber schreiben. Und die Geschichte geht weiter? Ich war in der Kino. Da war sehr gut.

Ilias aus Polen, 9 Jahre alt, seit drei Monaten in der Klasse:
Heute waren wir im Kino. Das Kino heißt Titania-Palast. Dieses Kino ist in Steglitz. Heidi wohnt in den Bergen. Großvater hackt Holz. Heidi ist umgezogen nach Frankfurt. In Frankfurt wohnt Heidi in einem großen Haus. Heidi hat eine Krankheit, Heimweh. Heidi ist zurückgekommen zu Schweiz. Alle waren glücklich.

Syheon aus Korea, 10 Jahre alt, seit 4 Monaten in der Klasse:
Heidi wohnt in den Bergen. Sie hat eine Freundin, sie heißt Klara. Und Heidi hat einen Freund. Er heißt Peter und er ist ein Geißenhirte. Also dieser Film war sehr gut!


Die Kinder warten gespannt auf den Film

Bericht: Lazya, Zina, Ilias und Frau Posth - Fotografien: Frau Posth

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